89. Grundschule feierlich eingeweiht

Veröffentlicht am Samstag, 17. September 2016

Großer Bahnhof Ende August für die 89. Grundschule. Bei strahlendem Sonnenschein überreichte Bürgermeister Dr. Peter Lames symbolisch den Schlüssel für die sanierte Schule an Schulleiterin Beate Klemm. Als Geschenk brachte er ein großes Freiluft-Schachspiel mit.

„Goldener“ Schlüssel für die Schulleiterin Beate Klemm. Foto: Trache

„Goldener“ Schlüssel für die Schulleiterin Beate Klemm.

Foto: Trache

Nieder­sedlitz. Großer Bahnhof Ende August für die 89. Grund­schule. Bei strah­lendem Sonnen­schein überreichte Bürger­meister Dr. Peter Lames symbo­lisch den Schlüssel für die sanierte Schule an Schul­lei­terin Beate Klemm. Als Geschenk brachte er ein großes Freiluft-Schach­spiel mit.

Bereits seit Februar dieses Jahres lernen die Schüler wieder in ihrer umfang­reich sanierten Einrichtung, die auf eine 140-jährige Geschichte zurück­blicken kann. 1875 wurden in Nieder­sedlitz 54 Kinder in einem Raum auf dem Gutshof Arnold unter­richtet. Ein Jahr später erfolgte die Schul­gründung. Bereits 1888 wurde die Schule um das heutige Haupt­ge­bäude erweitert. Ein weiterer Anbau erfolgte 1901, hier zog auch die Turnhalle ein. Die letzten baulichen Verän­de­rungen wurden 1910 vollzogen.

Anwohner und Inter­es­sierte nahmen am »Tag der offenen Tür« am 26. August den Schul­komplex, der nun die histo­ri­schen Gebäude mit dem zeitge­nös­si­schen Erwei­te­rungsbau harmo­nisch vereint, selbst in Augen­schein. Schüle­rinnen und Schülern der vierten Klassen zeigten ihnen, was sich verändert hat. So erläu­terten auch Florian Sieber und Tobias Möckel den neuen Haupt­ein­gangs­be­reich, der die beiden histo­ri­schen Schul­ge­bäude verbindet, verwiesen auf den neu geschaf­fenen Lift, der einen barrie­re­freien Zugang in alle Unter­richts­räume ermög­licht. Im Foyer können Schüler und Besucher in einer der Vitrinen ein beson­deres Schmuck­stück bewundern: einen Säbel. Der wurde auf dem Dachboden gefunden. Dabei handelt es sich mit großer Sicherheit um einen Säbel für Königlich Sächsische Beamte aus dem zweiten Drittel des 19. Jahrhun­derts.

Im modernen Erwei­te­rungsbau sind nun der Speisesaal, Ausga­be­küche und ein Mehrzweckraum unter­ge­bracht. Vom Keller­ge­schoss des Haupt­ge­bäudes, in dem sich verschiedene Werkräume befinden, gelangt man über einen unter­ir­di­schen Gang zu den Wasch- und Umklei­de­räumen und weiter zur Turnhalle. Diese wurde von Fachleuten denkmal­ge­recht saniert. Die beiden Jungs machten im ersten Oberge­schoss auch auf den nun vorhan­denen Trink­brunnen aufmerksam und präsen­tierten im Dachge­schoss stolz die Schul­bi­bliothek sowie das gut ausge­stattete Musik­zimmer. Hier probt u. a. auch die Musical-AG des Horts. Auch die Hort-AG Modell­ei­senbahn hat ihren eigenen Raum. Florian Sieber ist seit der zweiten Klasse mit Begeis­terung dabei. Inzwi­schen kann er Neulinge in die Bedienung der Anlage einweisen.

In der 89. Grund­schule wird das Konzept »Bewegtes Lernen« umgesetzt und so erfahren auch die Außen- und Freizeit­an­lagen besondere Aufmerk­samkeit. Diese wurden um- und ausgebaut. Das ehemalige Schul­gar­ten­ge­lände steht nun für Sport und Schul­garten zur Verfügung.

Die gesamte Sanierung der Schule kostete rund 8,4 Millionen Euro. 2,3 Millionen Euro steuerte der Freistaat Sachsen bei.

Claudia Trache

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