Sorge um Berufsschule

Protest am Beruflichen Schulzentrum für Dienstleistung und Gestaltung

Veröffentlicht am Montag, 19. März 2012

Laut zweiter Fassung des Dresdner Schulnetzplans bleiben alle Beruflichen Schulzentren bis auf weiteres unberührt von den eigentlichen Verlagerungsplänen des ersten Entwurfs. Mit der Neufassung des Dresdner Schulnetzplans vor einigen Wochen wurde jedoch bekannt, dass das Berufliche Schulzentrum für Dienstleistung und Gestaltung trotz ausreichender Anzahl an Schülerinnen und Schülern aufgelöst und auf drei Berufsschulzentren aufgeteilt werden soll. Mitglieder des Aktionsbündnisses sind zusammengerückt und haben einen Alternativvorschlag ausgearbeitet.

Am Beruflichen Schulzentrum für Dienstleistung und Gestaltung an der Chemnitzer Straße stehen die Zeichen auf Protest. Der zweite Entwurf des Schulnetzplans sieht eine Verteilung der vor Ort ansässigen Fachbereiche auf verschiedene Einrichtungen vor.

Am Beruflichen Schulzentrum für Dienstleistung und Gestaltung an der Chemnitzer Straße stehen die Zeichen auf Protest. Der zweite Entwurf des Schulnetzplans sieht eine Verteilung der vor Ort ansässigen Fachbereiche auf verschiedene Einrichtungen vor.

Foto: Am Beruflichen Schulzentrum für Dienstleistung und Gestaltung an der Chemnitzer Straße stehen die Zeichen auf Protest. Der zweite Entwurf des Schulnetzplans sieht eine Verteilung der vor Ort ansässigen Fachbereiche auf verschiedene Einrichtungen vor.

Plauen. Laut zweiter Fassung des Dresdner Schulnetzplans bleiben alle Beruflichen Schulzentren bis auf weiteres unberührt von den eigentlichen Verlagerungsplänen des ersten Entwurfs. Mit der Neufassung des Dresdner Schulnetzplans vor einigen Wochen wurde jedoch bekannt, dass das Berufliche Schulzentrum für Dienstleistung und Gestaltung trotz ausreichender Anzahl an Schülerinnen und Schülern aufgelöst und auf drei Berufsschulzentren aufgeteilt werden soll. „Wir halten die Aufteilung für vollkommen unnötig und wollen unseren Alternativvorschlag in die Öffentlichkeit bringen, damit dieser in den Diskussionen am Runden Tisch gehört wird“, so Jana Maria Liesske, Sprecherin des Aktionsbündnisses Macht?Schule.Bildung! und Schülerin des BSZ Dienstleistung und Gestaltung.

Mitglieder des Aktionsbündnisses sind zusammengerückt und haben einen Alternativvorschlag ausgearbeitet. Unter dem Motto: „Uns ist was Besseres eingefallen!“ sieht der ausgearbeitete Entwurf vor, dass die geplante Auflösung und Verteilung des BSZ Dienstleistung und Gestaltung nicht umgesetzt wird. Die benötigten Kapazitäten des Beruflichen Schulzentrums Agrarwirtschaft und Ernährung können in der Außenstelle auf dem Höckendorfer Weg abgebildet werden. Eine Aufteilung und Auflösung des BSZ Dienstleistung und Gestaltung ist daher unnötig.

Ziel des Alternativvorschlages ist das Minimieren des Umzugsaufwandes und der damit verbundenen Kosten, die Einhaltung bzw. Schaffung von sinnvollen Strukturen für Schüler und Lehrkräfte und das Freilenken von Außenstellen zur Nutzung als Grundschule (Saalhausener Straße, Canalettostraße) und das ohne Schließung und Auflösung auf Kosten der Schüler- und Lehrerschaft.

Einige Schüler der Berufsschule äußerten die Befürchtung, dass die Aufteilungspläne für das Schulzentrum eine Racheaktion dafür sein könnten, dass sich das Aktionsbündnis „Macht?Schule.Bildung!“ auch maßgeblich von hier aus organisierte. Doch ernsthaft will an ein behördliches Abstrafen für demokratisches Engagement niemand glauben und es überwiegt die Hoffnung auf einen Erhalt der Schule am bestehende Standort. Das Aktionsbündnis „Macht?Schule.Bildung!“ engagierte sich mit der Veröffentlichung des ersten Entwurfs des Schulnetzplans der Stadt Dresden für eine Verbesserung des Bildungsstandortes Dresden und gegen die damals geplante Auslagerung von Berufsschulen ins Dresdner Umland. Anfang März veröffentlichte die Stadtverwaltung Dresden den zweiten Entwurf des städtischen Schulnetzplans, welcher in vielen Punkten den Vorstellungen und Forderungen des Aktionsbündnisses entspricht. „Der zweite Entwurf des Schulnetzplans ist Beweis dafür, dass Proteste sinnvoll sind. Wir haben 90 Prozent unserer Forderungen durchsetzen können, das sehen wir als deutlichen Erfolg dieser bis heute einmaligen Protestbewegung“, so Andreas Tietze, Sprecher des Aktionsbündnisses.

Steffen Dietrich

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