„Bock liest Bock“

Armin Bock öffnet am 20. November sein Atelier

Veröffentlicht am Dienstag, 8. November 2016

Am 20. November laden zahlreiche Künstler in ihre Wirkungsstätten zum »Tag des offenen Ateliers« ein, bereits zum 18. Mal. Einer davon ist der Kunstmaler und Lyriker Armin Bock.

Armin Bock lädt ein zum Schauen und Zuhören. Foto: Trache

Armin Bock lädt ein zum Schauen und Zuhören.

Foto: Trache

Bereits zum 18. Mal öffnen am 20. November bildende Künstler und Künst­le­rinnen zum »Tag der Offenen Ateliers« ihre Arbeits­räume inter­es­sierten Besuchern. In diesem Jahr betei­ligen sich 98 Ateliers. Seit mehr als zehn Jahren dabei ist der Kunst­maler und Lyriker Armin Bock aus Leubnitz-Neuostra. Auch er zeigt an diesem Tag von 11 bis 19 Uhr seine Werke und steht bei Kaffee, Wasser oder einem Glas Rotwein für einen Gedan­ken­aus­tausch zur Verfügung. Seine Frau, eine ehemalige Theater­tisch­lerin und Drechs­lerin, empfängt die Gäste und präsen­tiert selbst herge­stelltes Holzspielzeug. Seit seiner Betei­ligung am »Offenen Atelier« gibt es »Box-Lyrik-Lesung« im Turmzimmer mit Maul­trommel­intermezzi. Ab 19 Uhr lädt er auch in diesem Jahr dazu in sein Haus an der Spitz­weg­straße 60 ein. »Bock liest Bock«, fasst er kurz und bündig das Programm zusammen. Seine lyrischen Anregungen entnimmt er ebenso aus seiner Umgebung, aus persön­lichen Gesprächen, einem gesehenen Film oder gelesenen Buch wie die Themen für seine Bilder.

Sein Reper­toire reicht von Zeich­nungen, über Malereien und Hinter­glas­ma­lerei bis hin zu sogenannten verros­teten Bilder und Bildern mit plasti­schen Übergängen. Er malt gegen­ständ­liche, aber auch abstra­hierte Sujets. In Serien zu arbeiten, ist ein weiteres Kennzeichen seiner Kunst. Seit 1968 schweißt er auch Plastiken aus Schrott, sogenannte »Naviaze«. »Ich kann nichts wegwerfen, finde für viele Dinge noch eine Verwendung«, erzählt der 74-Jährige. Besonders beein­dru­ckend eine „Medaille“ aus über 1.250 Schlüsseln, die einen Kopf darstellen.

Armin Bock wollte schon immer Maler werden. Doch zunächst ließ er sich zum Theater­maler ausbilden und war in diesem Beruf knapp 40 Jahre am Dresdner Schau­spielhaus bzw. an der Semperoper tätig. Seit 2006 ist er Rentner und widmet sich seitdem voll und ganz seinem Hobby, der Malerei. Seine Werke zieren die Wände seines Hauses. Viele Bilder ziehen die Blicke des Betrachters fast magisch an und lassen zahlreiche Inter­pre­ta­tionen zu. Das ist auch beabsichtigt: »Jeder soll sich beim Betrachten der Bilder seine ganz eigenen Gedanken machen.«

Seine Bilder sind auch in Ausstel­lungen zu sehen. Bis zum 14. November beispiels­weise im Foyer des Landtages mit dem Titel »Augen­stern«. Hier präsen­tiert Armin Bock sein Werk »Hommage an Frida Kahlo«.

Wer am Tag der offenen Ateliers verschiedene Künstler kennen­lernen möchte, bezahlt beim Besuch des ersten Ateliers einmalig zwei Euro. Das so erworbene Armband gewährt freien Eintritt in alle weiteren Ateliers.

Claudia Trache/Claudia Trache

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Kontakt & weitere Infos

www.armin-bock.de
www.offene-ateliers-dresden.de