»Brückenbauer Integration«

Projekt hilft Vorurteile gegen Flüchtlinge abzubauen

Veröffentlicht am Mittwoch, 20. September 2017

Der Caritasverband für Dresden e.&nbs;V. und die Dresdner Volkshochschule unterstützen Ehrenamtliche bei der Organisation und Durchführung von Begegnungsprojekten zwischen Flüchtlingen und Alteingesessenen. Die Ehrenamtlichen werden dabei zu »Brückenbauern« für ein respektvolles Miteinander.

Bei der Vorstellung des Projekts: Studentin und »Brückenbauerin« Maria Kappelsberger, Stephan Falley, Fachbereichsleiter Pflege und Beratung und stellv. Geschäftsführer des Caritasverbands für Dresden, Karsten Dietze, Koordinator Flüchtlingssozialberatung der Caritas Dresden, Frank Uhlmann, Fachbereichsleiter Gesellschaft der VHS Dresden, Dana Ritzmann, Projektleiterin »Brückenbauer Integration« (v. l. n. r.). Foto: Steffen Dietrich

Bei der Vorstellung des Projekts: Studentin und »Brückenbauerin« Maria Kappelsberger, Stephan Falley, Fachbereichsleiter Pflege und Beratung und stellv. Geschäftsführer des Caritasverbands für Dresden, Karsten Dietze, Koordinator Flüchtlingssozialberatung der Caritas Dresden, Frank Uhlmann, Fachbereichsleiter Gesellschaft der VHS Dresden, Dana Ritzmann, Projektleiterin »Brückenbauer Integration« (v. l. n. r.).

Foto: Steffen Dietrich

Gemeinsam mit dem Caritas­verband für Dresden e. V. will die Dresdner Volks­hoch­schule Dresdner Bürger und in der Stadt wohnende Flücht­linge näher zusammen bringen. Fragen, Vorur­teile und Neugier begegnen sich auf Seiten der »Altein­ge­ses­senen« und der Geflüch­teten. Mit dem Projekt »Brücken­bauer Integration« sollen beide Seiten an einen Tisch gebracht werden. Wer sich im persön­lichen Gespräch kennen­lernt, kann Hemmschwellen leichter abbauen und zusammen die Stadt­ge­sell­schaft gestalten, so das Ziel.

Der Bedarf an Infor­ma­tionen über die Geflüch­teten, deren Hinter­gründe und Probleme war enorm. Die Caritas vermit­telte nach Kräften den direkten Kontakt und betrieb Aufklärung. „Bei einigen Themen stießen wir jedoch an unsere Grenzen«, weiß Stephan Falley, Fachbe­reichs­leiter Pflege und Beratung sowie stell­ver­tre­tender Geschäfts­führer des Caritas-Kreis­ver­bandes Dresden. »Viele Fragen, etwa nach ihrer Religion und persön­lichen Erleb­nissen, können die Geflüch­teten selbst am besten beant­worten.«

»Brücken­bauer« kann grund­sätzlich jeder werden, der Interesse und Freude an der Moderation hat und in seiner Kirch­ge­meinde, Schule oder Nachbar­schaft selbst Begeg­nungen initi­ieren will. »Wir suchen Menschen, die etwas bewegen wollen«, beschreibt Projekt­lei­terin Dana Ritzmann das Projekt. Je nach persön­lichem Engagement finden die Gesprächs­runden einmal im Monat oder viertel­jährlich in deutscher Sprache statt. »Ganz bewusst verzichten wir auf einen Dolmet­scher. Das ist manchmal für alle Betei­ligten anstrengend, aber es hat bisher immer gut funktio­niert«, so Ritzmann. Grund­sätzlich benötigen die »Brücken­bauer« keine beson­deren Vorkennt­nisse. Inter­es­sierte können sich telefo­nisch unter Tel. 0351 2544031 oder per E-Mail unter dana.ritzmann@vhs-dresden.de zum Kompe­tenztag anmelden sowie weitere Infor­ma­tionen zum Projekt erhalten.

StZ/Steffen Dietrich

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