Gymnasium Prohlis – ja, aber wo?

Ortsbeirat und Stadtrat tagen

Veröffentlicht am Mittwoch, 3. Februar 2016

Heiß diskutiert wird das Thema »Gymnasium Prohlis«. Parteiübergreifend herrscht Einigkeit, dass Prohlis ein Gymnasium braucht. Hinsichtlich des Standortes gibt es jedoch verschiedene Positionen.

Prohlis. Heiß diskutiert wird um das neue Gymnasium Prohlis. Zunächst im Ortsbeirat in Prohlis am 11. Januar, dann im Stadtrat am 21. Januar. Parteiübergreifend einig ist man sich, dass Prohlis ein Gymnasium braucht. Hinsichtlich des Standortes gibt es jedoch verschiedene Positionen.

Im Ortsbeirat in Prohlis befürworteten SPD, GRÜNE und Linke weiterhin eine Eröffnung am bisher geplanten Standort Boxberger Straße 1 ab 2019. Da unklar ist, für wie lange hier Flüchtlinge untergebracht sind, ist der Bestandsschutz als Schule erloschen. Um später das Gebäude wieder als Schule nutzen zu können, muss diese den aktuellen Baurichtlinien entsprechend saniert werden. Einen Eilantrag brachte die CDU-Stadtratsfraktion zum Neubau eines Gymnasiums auf dem Geländer der ehemaligen 24. Oberschule, Windmühlenstraße 53, vor. Mit zehn Stimmen Mehrheit stimmte man dem Antrag zu, SPD-, Grünen- und Linken-Beiräte enthielten sich oder stimmten dagegen.  Aber am 12. Januar wurde im Bildungsausschuss der Stadt dagegen gestimmt. Dort plädierte man für die Option, das Gebäude Boxberger Straße ab 2019 wieder schulisch nutzbar zu machen. Einen Tag später brachte Schulbürgermeister Peter Lahmes (SPD) den Vorschlag ein, statt ein allgemeines (wie bisher geplant) ein berufliches Gymnasium zu eröffnen.

Nach heftiger Debatte wurde im Stadtrat auf Antrag von Rot-Rot-Grün beschlossen, die Stadt solle prüfen, wo es in Prohlis ein gymnasiales Angebot geben kann. Damit ist alles offen – Zeitpunkt und Standort. Auch ob es ein allgemeinbildendes oder berufliches Gymnasium werden soll. Der Standort Windmühlenstraße in Niedersedlitz scheint jedenfalls vom Tisch zu sein.

Ronny Feigenspan

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