Historisches im Zschonergrundbad

Veröffentlicht am Dienstag, 7. Juni 2016

Historisches zum Zschonergrundbad. Denn seit 21. Mai 2016 konnte der Badebetrieb mit jeweils maximal 500 Badegästen wieder aufgenommen werden. Vorausgegangen waren diverse Sanierungsarbeiten. Um die ehemals sehr beliebte Badekultur wieder aufleben zu lassen, haben engagierte Vereinsmitglieder des NaturKulturBad Zschonergrund e. V., Schüler der Freien Werkschule Meißen und der IKEA-Stiftung viel erreicht.

Blick auf das Zschonergrundbad, das seit dem 21. Mai geöffnet ist. Foto: Steffen Dietrich

Blick auf das Zschonergrundbad, das seit dem 21. Mai geöffnet ist.

Foto: Steffen Dietrich

Das natür­liche Filter­system des Zscho­ner­grund­bades hatte nach dem ersten Anschalten in diesem Jahr mit etwas Verzö­gerung die notwendige Badewas­ser­qua­lität erreicht. Seit 21. Mai konnte der Badebe­trieb mit jeweils maximal 500 Badegästen aufge­nommen werden. Auch in diesem Jahr hat wieder die Integra­ti­ons­firma Zschoner Grund gGmbH der Dresdner Lebens­hilfe die Betreibung des Bades übernommen.

Um mit der Dauer­nutzung der histo­ri­schen Holzum­kleiden eine ehemals sehr beliebte Badekultur wieder aufleben zu lassen, haben zudem engagierte Vereins­mit­glieder des Natur­Kul­turBad Zscho­ner­grund e. V. mit großem Aufwand und mühevoller Klein­arbeit einen Teil der im Origi­nal­zu­stand erhal­tenen Kabinen wieder herge­richtet. Diese wurden am 22. Mai feierlich übergeben. Dass es soweit kommen konnte, ist auch etlichen privaten Spendern und Firmen zu verdanken. Die notwen­digen Arbeiten am Dach der Kabinen­zeile und eine komplett erneuerte Dachrinne konnten so finan­ziert werden.

Zur Historie der Kabinen

Die insgesamt 200 vorhan­denen Umklei­de­ka­binen in fünf Doppel­zeilen wurden vermutlich um 1928 gebaut. Aus Zeitzeug­nissen geht hervor, dass die »Dauer­zellen« jahrweise für 8 Reichsmark gemietet werden konnten. Hatte man recht­zeitig vorre­ser­viert, konnte man »seine« Dauer­zelle nahtlos mehrere Jahre behalten. Bis 1988 waren die einzelnen Kabinen meist restlos vermietet und wurden innerhalb der Familien regel­recht »vererbt«. Der Bereich um die Kabinen wurde als Gemein­schafts­anlage gesellig genutzt.

Erweiterung Spielplatz

Ebenfalls erstmals konnte die Erwei­terung des Spiel­platzes im Zscho­ner­grundbad von den Jüngsten in Besitz genommen werden. Nach Ende der Badesaison 2015 entstand direkt neben der bereits fertigen Spiel- und Tobefläche ein großer Sandkasten mit Sonnen­segel und eine Korbschaukel. Schüler der Freien Werkschule Meißen (FWM) FWM hatten auf Anregung des Vereins Ideen entwi­ckelt, wie sich ein Spiel­platz in der grünen Oase des Natur­bades im Zscho­ner­grund einfügen kann. Peter Kanis, Holzge­stalter aus Dresden, und Fachlehrer haben die Schüler im Rahmen ihres Projekt­un­ter­richtes bei den Überle­gungen, wie Spiel-, Sport- und Kletter­geräte aussehen müssten, die sich den gegebenen Örtlich­keiten und Situa­tionen anpassen, begleitet.

Im Ergebnis entstand der Spiel­platz, konnte jedoch aus Zeitgründen nicht komplett zur Eröffnung 2015 fertig­ge­stellt werden. Doch nun ist auch das vollbracht, vor allem Dank der IKEA Stiftung, welche dieses Projekt vollständig finan­ziert hat, berichtet Astrid Hupka, Vorsit­zende Natur­Kul­turBad Zscho­ner­grund e. V.

PZ/Steffen Dietrich

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