Hundertwasser-Projekt am Koitschgraben?

Förderer und Investoren werden gesucht

Veröffentlicht am Sonntag, 14. Dezember 2014

Mitten im Gebiet »Am Koitschgraben« soll ein Haus mit der Formensprache von Friedensreich Hundertwasser entstehen. Der im Jahr 2000 verstorbene Künstler ist durch seine farbenprächtigen und nichtgeometrischen Entwürfe bekannt. Mitten in einem symmetrischen Neubauviertel am Otto-Dix-Ring soll ein Kunstwerk entstehen. Nun muss für das Projekt eine Finanzierung gefunden werden.

RF

Bernd Zschaschel, Sandra Fiedler, Simone Böhmer und Angela Schlott (v. l. n. r.) haben das Projekt im Stadtteil ins Leben gerufen.

Foto: RF

Strehlen. Die „Kontaktstelle Koitsch­graben“ des Vereins „Verbund Sozialpädagogischer Projekte“ (VSP) hat sich viel vorgenommen. Mitten im Gebiet „Am Koitschgraben“ (rund um das Otto-Dix-Center) soll ein Haus mit der Formensprache von Friedensreich Hundertwasser entstehen. Allen Kunstliebhabern ist der 2000 Verstorbene ein Begriff. Er ist bekannt durch seine farbenprächtigen und nichtgeometrischen Entwürfe. Und solch ein Haus soll nun mitten in einem symmetrischen Neubauviertel gebaut werden?

Die Geschichte einer Idee

Die Idee kam dem Leiter der Kontaktstelle Bernd Zschaschel 2013 spontan. Dresden boomt als Wirtschaftsstandort. Das Gemeinwohl darf dabei nicht zu kurz kommen. Im Gespräch mit Bürgern vor Ort wurde das Bedürfnis deutlich, dass es einen großen Bedarf nach einem zentralen Bürgertreffpunkt im Gebiet Am Koitschgraben gibt. In diesem sollten sowohl soziale, kulturelle und gewerbliche Einrichtungen integriert werden, die der Bevölkerung des Stadtteils zu Gute kommen. Gesagt – getan. Warum nicht einmal groß denken? Bernd Zschaschel schrieb an die Hundertwasser-Stiftung, ob diese nicht Interesse an einem solchen Projekt hätte. Und die Rückmeldung, dass man dem Projekt positiv gegenüber steht, kam tatsächlich. Der Architekt Heinz M. Springmann, der mit Friedensreich Hundertwasser schon zu dessen Lebzeiten zusammen gearbeitet hat, besuchte zum ersten Mal im April 2013 den Stadtteil. Ein weiterer Besuch folgte. Seit Juni liegen eine Machbarkeitsstudie und erste Planungen vor.

Im Idealfall soll das Gebäude der ehemaligen Kaufhalle Otto-Dix-Ring 100 hierfür erworben und umgebaut werden. Auf dieses Objekt beziehen sich die bisherigen Planungen. Natürlich käme auch ein Neubau im Wohngebiet in Frage.

Soziales Projekt

Es soll auf jeden Fall ein soziales Projekt werden. In diesem Sinne fand auch die Hundertwasser-Stiftung, der die Idee mittlerweile auch vorgelegt wurde, das Projekt gut. Es wurde ein Raumkonzept erarbeitet. Dieses beinhaltet im Sinne der Bürger vor Ort Verschiedenes. Jedenfalls sollte es einen großen Mehrzweckveranstaltungsraum geben, in dem auch größere Kulturveranstaltungen stattfinden können. Kleinere Räume sind für die Durchführung von Einzelprojekten ebenfalls gewünscht. Darüber hinaus könnten im dem großen Gebäude auch eine Kindertagesstätte und Gewerbe, wie zum Beispiel eine Bäckerei mit Café, ihren Platz finden. Das sind die aktuellen Ideen. Machbare Planungen sind vorhanden. Außerdem findet die Idee bei anderen sozialer Partner vor Ort gedacht, denn es soll ein Haus für alle im Gebiet Wohnenden sein.

Nun muss für das Projekt eine Finanzierung gefunden werden. In diesem Sinne ruft Bernd Zschaschel auf: „Wir suchen Menschen, die unsere Projektidee als Unterstützer, Förderer und Investoren begleiten und zum Erfolg führen.“

Ronny Feigenspan

Stichworte
Startseite »

Kontakt & weitere Infos

Kontaktstelle »Koitschgraben«
Verein Sozialpädagogischer Projekte e.V. (VSP)

Walter-Arnold-Straße 13 (Hintereingang), 01219 Dresden
Telefon: 0351 2728092
koitschgraben@vsp-dresden.de
www.vsp-dresden.de