»In Löbtau gärtnern & handeln«

Neues aus der Löbtauer Runde, Juni 2016

Veröffentlicht am Donnerstag, 9. Juni 2016

Im Frühjahr geht’s um Grünzeug. Auf dem »Columbusgarten« in Dresden-Löbtau gärtnern Bürger mit grünem Daumen mitten im Stadtteil. Dass sie in Zukunft nicht nur von der Hand in den Mund leben, sondern ihre Pflanzungen lokal handeln können, darum bemüht sich seit 1. Juni 2016 eine neue Initiative für den Löbtauer Wochenmarkt.

Beete und Pläne zum 2. Tag der Städtebauförderung in Löbtau am 21. Mai. Foto: © Kulturingenieur Felix Liebig, Löbtauer Runde

Beete und Pläne zum 2. Tag der Städtebauförderung in Löbtau am 21. Mai.

Foto: Kulturingenieur Felix Liebig, Löbtauer Runde

Im Frühjahr geht’s um Grünzeug. Auf dem »Colum­bus­garten« in Dresden-Löbtau gärtnern Bürger mit grünem Daumen mitten im Stadtteil. Am 21. Mai 2016 feierten sie öffentlich. Dass sie in Zukunft nicht nur von der Hand in den Mund leben, sondern ihre Pflan­zungen lokal handeln können, darum bemüht sich seit 1. Juni eine neue Initiative für den »Löbtauer Wochen­markt«. Die Löbtauer Runde moderiert.

Samen lokal ziehen

Zum 2. Tag der Städte­bau­för­derung kamen zahlreiche Bürger und Akteure nach Löbtau. An der Colum­bus­straße feierten sie die erfolg­reiche Koope­ration von Stadt­pla­nungsamt, Bürger­schaft und Initia­tiven beim Wieder­be­leben und Aneignen einer Freifläche für gemein­sames Stadt­gärtnern. Neben Präsen­ta­tionen, Speis‘ und Trank fanden selbst herge­stellte so genannte »Samen­bomben« aus Lehmpulver, Erde und Sämereien ihren Weg in das Viertel und die Stadt. Sie symbo­li­sieren die Idee: Nutzpflanzen gemein­schaftlich anbauen und verbrauchen und Menschen zum Mitmachen anregen – am besten vor der Haustür. Das Garten­netzwerk Dresden vernetzt diese lokalen Keimlinge stadtweit, bietet Fortbil­dungen und Vorträge von und für Stadt­gärtner an. Motto: »Eine andere Stadt ist pflanzbar«. Eine ausführ­liche Dokumen­tation der Veran­staltung befindet sich auf: www.dresden.de/stadtentwicklung.

Produkte lokal handeln

Wie aber kommt das Gemüse auf den Tisch? Die Stadt­gärtner essen auch nicht alles selbst, Unkosten sind zu decken trotz weitest­ge­hender Selbst­ver­sorgung. Doch viele Bürger haben nicht immer Zeit oder Laune zum Gärtnern. Deshalb gab es schon 2013 einen »Löbtauer Wochen­markt«. Nun trafen sich bei einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­staltung in Löbtau Bürger und Markt­ex­perten, um das zu disku­tieren. So war Brigitte Weigel von der Deutschen Markt­gilde zu Gast, die die Anwesenden über die Beson­der­heiten der kommu­nalen Wochen­märkte in Dresden infor­mierte. »Wir glauben, dass Löbtau von einem Wochen­markt­an­gebot profi­tieren wird. Als nächstes werden wir Umfragen innerhalb der Bürger­schaft durch­führen. Wir möchten heraus­finden, was die Bürge­rinnen und Bürger von einem regel­mä­ßigen Wochen­markt erwarten und werden uns dann für ein entspre­chendes Angebot einsetzen«, fügt Viola Martin-Mönnich hinzu.

Ein Ort steht noch nicht fest, ist aber zugunsten der Laufkund­schaft nahe der Kessels­dorfer Straße gewünscht. Beim »Inter­na­tional Parking Day« am 16. September 2016 wollen sich auch in Löbtau Umwelt- und Garten­in­itia­tiven im Stadtraum präsen­tieren. Eine gute Gelegenheit, die Harke zu zeigen.

Felix Liebig, Viola Martin-Mönnich/Steffen Dietrich

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Kontakt & weitere Infos

Sprecher der Löbtauer Runde
Angela Bösche & Felix Liebig
Telefon: 0351 4662766
sprecher@loebtau.org
www.loebtau.org

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