Kürzungen beim Quartiersmanagement Gorbitz

Massive Kürzungen bedrohen Arbeit – 2014 weniger Mittel

Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Februar 2014

Es ist jedes Jahr die gleiche Unsicherheit: Wird es auch in diesem Jahr für das Quartiersmanagement in Gorbitz Geld geben? Und wie viel wird es geben? Können all die Initiativen, die von den Mitarbeitern des Quartiersmanagements ausgehen und Gorbitz inzwischen prägen, weitergeführt werden?

Die Bemühungen des Quartiersmanagement Gorbitz zur Aufwertung des Stadtteils haben sichtbare Erfolge vorzuweisen. So wird das Schulgebäude am Leutewitzer Ring 141 derzeit vom Marie-Curie-Gymnasium genutzt. Wenn dieses Gymnasium den Standort im Sommer 2014 verlässt, wird an dieser Stelle ein neues, vierzügiges Gymnasium Dresden Süd-West gegründet. Foto: Steffen Dietrich

Die Bemühungen des Quartiersmanagement Gorbitz zur Aufwertung des Stadtteils haben sichtbare Erfolge vorzuweisen. So wird das Schulgebäude am Leutewitzer Ring 141 derzeit vom Marie-Curie-Gymnasium genutzt. Wenn dieses Gymnasium den Standort im Sommer 2014 verlässt, wird an dieser Stelle ein neues, vierzügiges Gymnasium Dresden Süd-West gegründet.

Foto: Steffen Dietrich

Fest steht, dass auch in diesem Jahr die Gelder gekürzt werden. Der Bund steuert für das Programm „Soziale Stadt“ nur noch 38.000 Euro bei, das Stadtplanungsamt 19.000. Im vergangenen Jahr konnten noch 85.000 Euro für sozial-kulturelle Projekte ausgegeben werden für Sachkosten, Personalkosten und Stadtteil-Projekte, 20.000 für kleinere Projekte. Eine wichtige Grundlage in einem Stadtgebiet, das nach wie vor als sozialer Brennpunkt gilt: Zu den etwa 20.000 Gorbitzern gehören viele Hartz-IV-Familien – 60 Prozent der Gorbitzer Kinder betrifft das. Nur etwa ein Viertel von ihnen erhalten eine Empfehlung auf Gymnasialbildung (im Dresdner Durchschnitt sind es 50 Prozent).

Spürbare Auswirkungen

Die Konsequenzen der Kürzungen sind ernüchternd: Abgesehen von den massiv zu kürzenden Öffnungszeiten des Büros des Quartiersmanagements sind Westhangfest, Westhanglauf und viele andere Aktivitäten der unterschiedlichen Träger soziokultureller Arbeit in Gefahr. Das Quartiersmanagement ist der Anlaufpunkt im Herzen von Gorbitz, bei dem die Fäden zusammenlaufen. Die beiden Manager, Ulrich Krause und Wolfgang Müller, haben in den vergangenen Jahren die Aktivitäten der unterschiedlichen Träger gebündelt und koordiniert. Dass dazu eine gehörige Portion Optimismus und Hartnäckigkeit gehört, wird daraus ersichtlich, dass diese verschiedenen Träger untereinander eigentlich um die Fördermittel konkurrieren. Es gibt nur wenige Bürgerinitiativen oder gar Sponsoren, die diese Arbeit unterstützen, es scheint, die Gorbitzer lassen sich lieber etwas „vorsetzen“ als selbst aktiv zu werden. Doch zumindest Westhangfest und Westhanglauf machen deutlich: Mit vielfältigen Angeboten kann man sie locken. Es dauert eben alles nur ein bisschen …

Hoffen auf 2015

Nun ist die Hoffnung auf 2015 gerichtet. Dresden erhält noch Geld von der Gagfah, davon sind über 14 Millionen an soziale Projekte gebunden. Dann könnte der Anteil für Gorbitz wieder höher ausfallen und die Arbeit der Quartiersmanager im Stadtteil könnte weitergehen. Nun können alle Gorbitzer nur hoffen, dass „ihre“ Quartiersmanager nicht vorher das Handtuch werfen.

Brigitte Hoppe

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