Melli-Beese-Grundschule eröffnet

Schule in der Dresdner Marienallee für kleine Forscher und Entdecker

Veröffentlicht am Mittwoch, 28. August 2013

Deutschlands erste Pilotin, die aus Dresden stammende Melli Beese ist Namensgeberin für die neue private Grundschule in der Dresdner Marienallee. Am 26. August 2013 begann hier für 17 Erstklässler das neue Schuljahr. 2011 begann der Umbau zu einer Kindertagesstätte sowie zur neuen Grundschule.

Ein historisches Plakat erinnert an die Pilotin Melli Beese, deren Namen die neue Grundschule in der Marienallee trägt. Foto: A. Drüing

Ein historisches Plakat erinnert an die Pilotin Melli Beese, deren Namen die neue Grundschule in der Marienallee trägt.

Foto: A. Drüing

Neustadt. Deutsch­lands erste Pilotin, die aus Dresden stammende Melli Beese (1886–1925), ist Namens­ge­berin einer neuen Bildungs­ein­richtung. Am 26. August begann hier für 17 Erstklässler das neue Schuljahr. Die private Grund­schule befindet sich in der ehema­ligen Infan­te­rie­ka­serne in der Dresdner Marien­allee. 2011 begann der Umbau des Gebäudes zu einer Kinder­ta­ges­stätte sowie zur neuen Grund­schule.

Hervorragende Rahmenbedingungen

Insgesamt verfügt die Schule über sechs große helle Klassen­zimmer, eine Lernwerk­statt und einen Matschraum. Die natur­wis­sen­schaftlich-technische Ausrichtung ist deutlich zu spüren. So befinden sich in der Lernwerk­statt mehrere Gläser, die mit Blättern und verschie­denen Flüssig­keiten wie Essig, Cola, udgl. gefüllt sind. Die Kinder sollen beobachten, wie sich die Blätter durch die Flüssigkeit verändern und damit bioche­mische Vorgänge spiele­risch erfor­schen. „Wir fördern das Interesse an Technik und Natur­wis­sen­schaften bereits im Grund­schul­alter“, erläutert die Schul­lei­terin Silke Nebe.

Interessen fördern

Die Voraus­set­zungen dafür sind ideal. Es gibt viel Freiraum zum Forschen und Entdecken, aber auch zum Spielen. Entspannung und Ablenkung sollen nämlich nicht zu kurz kommen, denn Silke Nebe weiß, dass die Konzen­tra­ti­ons­fä­higkeit, gerade von Grund­schul­kindern, noch begrenzt ist. Deshalb werden an der Schule trotz Ganzta­ges­kon­zeptes nicht mehr als sechs Schul­stunden unter­richtet und es gibt ausrei­chend lange Pausen zwischen den einzelnen Stunden. »Durch den kindge­rechten Tages­ablauf wechseln sich Lern- und Erholungs­zeiten in einem lernför­dernden Rhythmus ab. Im Interesse der berufs­tä­tigen Eltern wird in der Schulzeit die Betreuung der Kinder zudem von 6 bis 18 Uhr gewähr­leistet sein«, sagt Silke Nebe. Es gibt keine Trennung zwischen Schule und Hort, beides geht inein­ander über und die Kinder werden den ganzen Tag von Pädagogen betreut.

Flexible Unterrichtszeiten

Zeitlich genau getaktete Stunden, die durch das klassische Pausen­klingeln gekenn­zeichnet sind, gibt es übrigens nicht. Statt­dessen entscheiden die Lehrer selbst, wann Pause gemacht wird. Dadurch können sich die Pädagogen optimal auf Konzen­tra­tions- und Motiva­ti­ons­phasen der Kinder einstellen und gegebe­nen­falls vor oder nach Ablauf der 45-minütigen Stunde eine Pause einlegen.

Rege Nachfrage

Wenige Wochen vor Schul­beginn hatten sich bereits 17 Kinder für die erste Klasse angemeldet. Pro Klasse sind 22 Schüler zugelassen. Somit werden zu Beginn der vierten Klasse 88 Schüler an der Mell Beese-Schule lernen. Es bleibt abzuwarten, ob sie den gleichen Forscher- und Entde­cker­geist entwi­ckeln werden wie ihr Vorbild Melli Beese. Die Voraus­set­zungen dafür bietet die Grund­schule auf jeden Fall.

Annemarie Drueing

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Kontakt & weitere Infos

www.melli-beese-grundschule.de