Neue Schule für Prohlis bleibt weiter eine Option

Veröffentlicht am Montag, 10. Oktober 2016

Welche Zukunft hat der Schulstandort Boxdorfer Straße in Prohlis? Dazu äußerte sich Bürgermeister Dr. Peter Lames in der Ortsbeirats-Sitzung am 19. September.

Welche Zukunft hat der Schul­standort Boxberger Straße? Dieser Programm­punkt der Ortsbeirats-Sitzung im Prohlis war am 19. September mit Spannung erwartet worden. Denn bislang schei­terten die Anläufe, hier ein Gymnasium aufzu­bauen. Rede und Antwort stand Dr. Peter Lames, Bürger­meister und Beige­ord­neter für Personal und Recht. Er versi­cherte, dass die Boxberger Straße weiterhin als Schul­standort bestehen bleibt. Über die Optionen »allge­mein­bil­dendes Gymnasium« oder »Berufs­schule mit beruf­lichem Gymnasium« müsse aber noch entschieden werden. Laut Auskunft der Verwaltung geben es die derzei­tigen Zahlen nicht her, in Prohlis ein allge­mein­bil­dendes Gymnasium zu instal­lieren. Jetzt im Herbst steht zunächst die Evalu­ierung des neuen Schul­netz­planes an. Im Frühjahr 2017 soll der Schul­standort auch in der Öffent­lichkeit disku­tiert werden. Bürger­meister Dr. Lames infor­mierte darüber, dass die Schule an der Boxberger Straße zwischen 2019 und 2021 in Betrieb gehen soll. Die derzeit in diesem Objekt befind­liche Flücht­lings­un­ter­kunft wird bis zum 31. Dezember dieses Jahres geschlossen, bleibt jedoch bis zum Sanie­rungs­beginn im Standby-Betrieb, für den Fall, dass doch wieder mehr Flücht­linge nach Dresden kommen und die Unter­kunft erneut benötigt wird. Gehen die vorbe­rei­tenden Planungen ohne Verzö­ge­rungen voran, könnte etwa 2018 mit der Sanierung des Schul­ge­bäudes begonnen werden. Gleich­zeitig ist der Neubau einer Turnhalle geplant. Für den Umbau des Gebäudes wurden 22 Millionen Euro in den nächsten städti­schen Haushalt einge­stellt.

Großen Bedarf für einen Schulbau sieht u. a. Julia Günther, Prohliser Ortsbei­rätin von Bündnis 90/Die Grünen: »Im Dresdner Südosten fehlt es sowohl an den Oberschulen als auch an den Gymnasien an Schul­plätzen. Dieser Mangel wird sich in abseh­barer Zeit drastisch verstärken. Spätestens dann, wenn in den Bauge­bieten Nickern, Luga – ideale Wohn­standorte für Familien – Leben einge­zogen ist.« Sie erwartet von dem Schul­ver­wal­tungsamt größere Anstren­gungen, um in dem Stadtteil eine neue Schule zu etablieren.

Claudia Trache

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