Neues Domizil für mobile Jugendarbeit

Veröffentlicht am Mittwoch, 9. November 2016

Jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr öffnet das neue Domizil der mobilen Jugendarbeit in Leuben seine Pforten. An anderen Tagen sind drei Jugendsozialarbeiter im Stadtgebiet unterwegs.

Ansprechpartner für die Jugendlichen: Sozialarbeiterin Antje Skupin, Studentin Janne Jacobi, die bis Februar ein Praktikum bei der mobilen Jugendarbeit absolviert, und Sozialarbeiter Tobias Bohnet. Foto: Trache

Ansprechpartner für die Jugendlichen: Sozialarbeiterin Antje Skupin, Studentin Janne Jacobi, die bis Februar ein Praktikum bei der mobilen Jugendarbeit absolviert, und Sozialarbeiter Tobias Bohnet.

Foto: Trache

Leuben. Lange haben die Leubener Street­worker nach geeig­neten Räumen gesucht, unter­stützt von Ortsamts­leiter Jörg Lämmerhirt. Vor einigen Wochen bezogen Antje Skupin, Tobias Bohnet und Willi Löffler ihr neues Domizil an der Stephen­son­straße 52. Jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr können nun Jugend­liche vorbei­kommen zum Reden, Chillen, Tisch­ki­cker­spielen oder auch, um am Computer zu arbeiten und im Internet zu recher­chieren. Die Innen­ein­richtung ist z. T. »Marke Eigenbau«. So wurden die Sitzmöbel ebenso aus Euro-Paletten selbst gewerkelt wie die Garderobe.

Dienstags, mittwochs und freitags sind die drei Jugend­so­zi­al­ar­beiter auf den Straßen im Ortsamts­gebiet Leuben unterwegs. Den Turmtreff in der Himmel­fahrts­kirche betreuen sie jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr. Mit der offizi­ellen Einweihung ihres Domizils eröff­neten sie gleich­zeitig eine Fotoaus­stellung, die während der Herbst­ferien entstanden ist. Fünf Jugend­liche zwischen 12 und 15 Jahren erkun­deten an drei Tagen mit der Kamera den Stadtteil Leuben. Fachlich unter­stützt wurden sie von Mitgliedern des Dresdner Vereins »Fotoaktiv 57«. Mit dabei war die 12-jährige Leonie. »Ich bin mit meiner Freundin eher durch Zufall am Büro der Street­worker vorbei­ge­kommen. Antje Skupin war gerade draußen und hat Flyer verteilt. Da haben wir einfach gefragt, was sie macht. Ich inter­es­siere mich für Fotografie und hab mich gleich angemeldet.« Die Fotoaus­stellung wird künftig beim Allge­meinen Sozialen Dienst des Jugend­amtes Leuben in Prohlis zu sehen sein.

Für Ortsamts­leiter Jörg Lämmerhirt ist Streetwork in Leuben eine Herzens­an­ge­le­genheit. In seiner Ansprache wünschte er den drei Street­workern, dass sie immer mit den Jugend­lichen ins Gespräch kommen, und er hofft, dass es diesmal eine langan­dau­ernde Phase sein möge, die das Streetwork in Leuben verbleibt. Zehn Jahre lang gab es in diesem Stadtteil keine solche Anlauf­stelle, bis 2014 die Notwen­digkeit erkannt wurde und die Mobile Jugend­arbeit im Dezember 2014 loslegen konnte. Den Jugend­lichen zuhören und auf ihre Belange, aber auch Wünsche einzu­gehen, ist eine der Haupt­auf­gaben der Jugend­so­zi­al­ar­beiter. Relativ unkom­pli­ziert war es, den Wunsch der Jugend­lichen nach Mülleimern auf einem Bolzplatz in einem Wohngebiet zu erfüllen.

Gut vernetzt sind die Street­worker aber auch mit anderen Akteuren in Leuben. So organi­sierten sie das Inter­kul­tu­relle Fußball­turnier mit und stellten ein Team Leubener Jugend­licher auf. Auch am 3. Leubener Weihnachts­markt (4. Dezember, 15 bis 19 Uhr) betei­ligen sie sich aktiv.

Claudia Trache

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