Orientierungslauf als Familiensport

Bei Jugend-EM Erfahrungen sammeln

Veröffentlicht am Dienstag, 27. Juni 2017

Franz Gawlitza und Kilian Höck vom SV Robotron Dresden sowie Hannah Hänsel (USV TU Dresden/TSV Lengenfeld) bereiten sich auf die Jugendeuropameisterschaft im Orientierungslauf vor. Diese wird vom 29. Juni bis 2. Juli 2017 in der Slowakei stattfinden.

Bereiten sich derzeit auf die Jugendeuropameisterschaften vor: Orientierungsläufer Franz Gawlitza und Kilian Höck (v. l.). Foto: Claudia Trache

Bereiten sich derzeit auf die Jugendeuropameisterschaften vor: Orientierungsläufer Franz Gawlitza und Kilian Höck (v. l.).

Foto: Claudia Trache

Vom 29. Juni bis 2. Juli 2017 findet in der Slowakei die Jugend­eu­ro­pa­meis­ter­schaft im Orien­tie­rungslauf statt. Mit dabei sind auch drei Dresdner. Franz Gawlitza und Kilian Höck vom SV Robotron Dresden sowie Hannah Hänsel (USV TU Dresden/TSV Lengenfeld). Orien­tie­rungslauf ist in Deutschland eine Randsportart. Doch Dresden ist dessen Hochburg. Neben dem USV TU Dresden, dem Postsport­verein Dresden und SSV Planeta Radebeul wird auch beim SV Robotron Dresden seit vielen Jahren Orien­tie­rungslauf betrieben. Rund 70 Mitglieder stark ist die Abteilung derzeit, davon sind 25 Kinder bzw. Jugend­liche. Franz Gawlitza hat bereits zweimal an einer Jugend­eu­ro­pa­meis­ter­schaft teilge­nommen.

»Bisher war mein Ziel, in der ersten Hälfte des Starter­feldes zu landen. In diesem Jahr hoffe ich, unter die Top 30 zu kommen«, erzählt der 18-jährige frisch­ge­ba­ckene Abitu­rient.

Orien­tie­rungslauf ist ein klassi­scher Famili­en­sport. So ist auch Franz Gawlitza durch seinen Vater dazu gekommen. Peter Gawlitza engagiert sich als einer von drei Übungs­leitern im Verein, unter­stützt Wolf-Gerold Jucke­landt, dank dessen langjäh­rigen Engage­ments als Übungs­leiter für die Kinder und Jugend­lichen sich der Nachwuchs im Verein glänzend entwi­ckelt. Kilian Höck steht vor seinem ersten Start bei einer Jugend-EM. Erfah­rungen sammeln, Spaß haben und für sich persönlich zufrie­den­stel­lende Läufe zu absol­vieren, steht für ihn im Vorder­grund. Erste inter­na­tionale Erfolge konnte er bereits im Frühjahr dieses Jahres erzielen. Beim Zentral­eu­ro­päi­schen Jugendcup wurde er in der Sprint­di­stanz Fünfter, was für einen deutschen Orien­tie­rungs­läufer durchaus ein heraus­ra­gendes Ergebnis ist. Gemeinsam mit Franz Gawlitza und einem Regens­burger Athleten gewann er obendrein Staffel-Bronze. Bei der diesjäh­rigen Deutschen Meister­schaft in der Mittel­di­stanz, die der SV Robotron Dresden Anfang Mai in Dippol­dis­walde ausrichtete, kamen in der Alters­klasse H18 gleich drei Robotron-Läufer aufs Podest. Kilian Höck gewann Gold, Emil Fried­länder Silber und Franz Gawlitza Bronze. Den beiden Jugend-EM-Teilnehmern gefällt am Orien­tie­rungslauf die Kombi­nation aus Laufen und mit dem Kopf arbeiten zu müssen, sich im Gelände zu orien­tieren und überhaupt sich in der Natur zu bewegen. »Laufen allein wäre mir zu langweilig«, gesteht Kilian Höck.

Fünf- bis siebenmal in der Woche trainieren die Jungs, um vielleicht eines Tages auch inter­na­tional den großen Orien­tie­rungs­lauf­na­tionen wie Schweden, Schweiz und Tsche­chien Paroli bieten zu können. Der Sport im Allge­meinen lebt stark vom Ehrenamt. Doch beim Orien­tie­rungslauf trifft das ganz besonders zu. So arbeiten die vier Orien­tie­rungs­lauf­vereine in der Region Dresden eng zusammen. Jeden Mittwoch wird ein zentrales, vereins­über­grei­fendes Training organi­siert. »Ein beson­derer Dank gilt aber auch unserem Kinder- und Jugend­trainer Wolf-Gerold Jucke­landt. Er ist seit Jahren mit Elan und Enthu­si­asmus dabei, bringt immer wieder neue Trainings­ideen mit ein«, betont Ronald Ansorge, Mitglied der Abtei­lungs­leitung. Inter­es­sierte ab acht Jahre können gern an einem Schnup­per­training teilnehmen.

Claudia Trache

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Telefon: 0160 8306570
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