Respekt und Selbstvertrauen durch Kung Fu

Veröffentlicht am Samstag, 18. Februar 2017

Ihm hat Kung Fu bei der Genesung nach einem Motorradunfall geholfen, heute unterrichtet David Maddox Kinder in dieser Sportart. Er vermittelt körperliche Fitness und Selbstvertrauen – das hat ihm den Publikums-Kinder-Oskar der Kinderarche Sachsen.

David Maddox zeigt stolz diesen ganz besonderen Preis: den Publikums-Kinder-Oskar der Kinderarche. Foto: Trache

David Maddox zeigt stolz diesen ganz besonderen Preis: den Publikums-Kinder-Oskar der Kinderarche.

Foto: Trache

David Maddox erhielt 2016 für sein Engagement den Publikums-Kinder-Oskar der Kinderarche Sachsen. Womit hat er sich diese Auszeichung verdient?

Seit 2008 betreibt David Maddox die Sportschule „Safe-fit-Sports“, in der er Kindern ab vier Jahre Kung Fu beibringt. Mit Wing Chun, einer Art Kung Fu, begann er sich zu beschäftigen, nachdem er nach einen Motorradunfall seine Boxkarriere aufgeben musste. Ein englischer Meister brachte ihm Kung Fu als Kindertraining nahe. „Es geht dabei um Selbstverteidigung, um Respekt voreinander, sich anpassen zu können, aber auch um Fitness und natürlich Spaß“, so der gebürtige Engländer, der seit 1994 in Dresden lebt. Während er 2008 mit einem Sportangebot pro Woche begann, bietet er inzwischen montags bis freitags Trainingseinheiten für „Little Tiger“ (4 bis 7 Jahre), „Junior Tiger“ (1. + 2. Klasse), „Tiger“ (8 bis 11 Jahre) sowie Teen-Training (12 bis 16 Jahre) an. Seit 2012 hat er sein Domizil an der Lohrmannstraße 20 (Haus 3).

„Am Anfang war die Sportschule einfach nur ein Hobby, das ich neben meiner Tätigkeit als Englisch-Lehrer betrieben habe“, so der 52-Jährige. Bei einem Seminar in England hörte er ein Referat über ein Polar-Rennen in der Arktis. Begeistert davon, welche Herausforderungen die Teilnehmer bewältigen mussten und welche Werte im zwischenmenschlichen Zusammensein dabei eine Rolle spielten, entwickelte David Maddox die Idee, diese „arktischen Weisheiten“ Kindern in kleinen Geschichten zu vermitteln. Im Frühjahr 2013 war er bei einem Polar-Rennen dabei. Das nutzte er auch, um sich mit Arktisbewohnern zu unterhalten und zu prüfen, ob seine Geschichten der Wirklichkeit standhielten. Wieder zurück, überarbeitete er sein Buch, ließ es aus dem Englischen ins Deutsche übersetzen und vertreibt es seit 2014 im Selbstverlag.

Während er im Frühjahr 2013 in einem Monat 560 Kilometer zum Magnetischen Nordpol lief, kümmerte sich seine Frau Kathrin um die Sportschule, straffte die Organisation und verbesserte das Marketing. Als Trainerin im Fitnessbereich bietet sie seitdem parallel zu den Kinderkursen Fitness- und Pilateskurse für die Eltern der Kinder an. Aufgrund des großen Interesses wird freitags auch ein Selbstverteidigungstraining für Frauen angeboten. David Maddox betreut Kinder und Erwachsene an verschiedenen Tagen an drei Standorten: in der Lohrmannstraße, in Blasewitz und in Schönfeld.

Spielerisch lernen die Kinder die verschiedenen Bewegungsformen des Kung Fu kennen. Zu Beginn jeder Trainingseinheit sprechen sie einen sogenannten „Kids-Kodex“, bei dem sie versprechen, ihre geistige und körperliche Gesundheit zu stärken, freundlich und höflich zu sein und erst den Verstand und dann die Hände zu benutzen. Diese Aussagen werden körperlich verstärkt. Sowohl mit seinem Sportangebot als auch mit seinem Buch „Akis und Nibis – Polarabenteuer“ möchte er den Heranwachsenden positive Werte vermitteln, die ihnen im späteren Leben weiterhelfen sollen.

Claudia Trache

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