Bürgertreffpunkt »Sonnenblume«

Der Treffpunkt im Wohngebiet »Am Koitschgraben« ist wieder geöffnet

Veröffentlicht am Mittwoch, 9. November 2016

Nach einer fünfwöchigen Pause steht der Bürgertreff »Sonnenblume« unter neuer Leitung wieder zur Verfügung. Der Treff gehört zu den zehn psychosozialen Betreuungs- und Beratungseinrichtungen für Erwerbslose und wird vom Sozialamt gefördert.

Ulrike Maslov (r.) hat die Leitung des Treffs „Sonnenblume“ übernommen. Unterstützt wird sie von Nora Greibig (l.). Foto: Trache

Ulrike Maslov (r.) hat die Leitung des Treffs „Sonnenblume“ übernommen. Unterstützt wird sie von Nora Greibig (l.).

Foto: Trache

Nach einer fünfwö­chigen Schließzeit im Sommer und einigen Umstruk­tu­rie­rungen öffnet der Bürger­treff »Sonnen­blume« im Wohngebiet »Am Koitsch­graben« wieder zu seinen gewohnten Zeiten. »Unsere Stamm­gäste haben uns die Treue gehalten und kommen jetzt fast noch zahlreicher«, freut sich Ulrike Maslov. Nachdem sie bereits neun Jahre im Bürger­treff im Bereich Kreativ­an­gebote tätig war, hat sie im August dieses Jahres die Projekt­leitung übernommen. Die »Sonnen­blume« ist eine der zehn psycho­so­zialen Betreuungs- und Beratungs­ein­rich­tungen für Erwerbslose in Dresden, gefördert durch das Sozialamt.

»Schwer­punkt unserer Arbeit ist es, Arbeitslose aus dem Wohngebiet bei der Arbeits­suche zu unter­stützen«, so die Diplom-Sozial­päd­agogin. Im Bürger­treff haben sie die Möglichkeit im Internet nach Joban­ge­boten zu suchen und am Computer ihre Bewer­bungen zu schreiben. Dienstags von 12 bis 14 Uhr und freitags von 10 bis 13 Uhr können sich Ratsu­chende nach vorhe­riger Termin­ver­ein­barung mit ihren Fragen und Problemen an Ulrike Maslov wenden. »In den letzten Jahren konnten wir immer wieder unsere Besucher erfolg­reich dabei unter­stützen, eine Arbeits­maß­nahme zu erhalten oder sogar im ersten Arbeits­markt wieder Fuß zu fassen.« Jeden Dienstag bietet Ulrike Maslov gemeinsam mit ihrer Mitar­bei­terin Nora Greibig von 9 bis 12 Uhr ein gemein­sames Frühstück an. »Das Angebot wird sehr gut genutzt. Hier tauschen sich unsere Besucher auch unter­ein­ander aus und helfen sich gegen­seitig«, so Nora Greibig. Sie hat viele praktische Erfah­rungen im Bereich Freizeit- und Alltags­be­gleitung während ihrer ehren­amt­lichen Tätigkeit bei der Caritas gesammelt. Im Bürger­treff kümmert sie sich vor allem um Kreativ­an­gebote. So findet jeden Mittwoch von 13 bis 16 Uhr ein Handar­beits­kreis statt, wo zum Beispiel gemeinsam Laven­del­säckchen angefertigt werden. Die Nähma­schinen können Besucher auch nutzen, um eigene Sachen zu ändern.

Donnerstags stehen neben Kreativ­an­ge­boten regel­mäßig Ausflüge in die nähere Umgebung auf dem Programm. So ist im Dezember der Besuch eines Weihnachts­marktes geplant. In der Vorweih­nachtszeit wird gebastelt und gebacken.

»Wir möchten unseren Besuchern helfen, Alltags­struk­turen zu erhalten«, so Ulrike Maslov. »Wir sind aber auch einfach für sie da, wenn sie nach Beendigung einer Arbeits­maß­nahme wieder ohne Arbeit da stehen und in ein Loch fallen. Wir fangen sie auf und machen ihnen Mut, sich immer wieder neu zu bewerben.« Ein wichtiges Anliegen ist dem Bürger­treff aber auch die Inte­gration von Menschen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund. Dazu sind in Koope­ration mit der Caritas Dresden gemeinsame Veran­stal­tungen geplant, bei denen Einhei­mische und Mitmen­schen anderer Kulturen in Kontakt kommen.

Claudia Trache

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