Tröste-Teddys für kleine Patienten

Verein Sternschnuppe übergab Spende an Malteser-Rettungswache

Veröffentlicht am Dienstag, 13. Februar 2018

Wenn Kinder verunglücken oder ins Krankenhaus müssen, ist das ganz besonders schlimm. In den Rettungswagen der Malteser warten auf sie ein ganz besonderes »Trostpflaster«…

Ines Frickenhaus (3. v. l.) und Denise Decker (2. v. l.) überreichten den Maltesern die Rettungsteddys. Foto: Pohl

Ines Frickenhaus (3. v. l.) und Denise Decker (2. v. l.) überreichten den Maltesern die Rettungsteddys.

Foto: Pohl

Ein Sturz mit dem Fahrrad, ein Verkehrs­unfall oder sehr hohes Fieber – in solchen und ähnlichen Notfällen kommt der Rettungs­wagen, um kleine Patienten zu versorgen oder ins Krankenhaus zu bringen. Neben der notwen­digen medizi­ni­schen Ausrüstung ist ein ganz besonders »Trost­pflaster« mit an Bord: ein kusche­liger Rettungs­teddy. 144 Bärchen erhielt am 26. Januar das Team der Rettungs­wache Fried­rich­stadt stell­ver­tretend für alle sieben Malteser-Rettungs­wachen in Dresden.

Ines Frickenhaus und Denise Decker vom Stern­schnuppe Sachsen e. V. überbrachten die bärigen Trost­spender. Der Verein setzt sich seit vielen Jahren für eine optimale kindge­rechte Versorgung im Rettungs- und Kranken­haus­be­reich ein. »Der Tröste-Teddy soll den Kindern über den Schreck und den Schmerz hinweg­helfen«, erklärt Ines Frickenhaus das Anliegen. »Wenn wir mit dem Rettungs­wagen kommen müssen, so ist das eine Ausnah­me­si­tuation für die kleinen Patienten. Mit dem Teddy finden wir einen Weg zum Kind, um Vertrauen aufzu­bauen«, sagt Sven Binner, der stell­ver­tre­tende Leiter des Rettungs­dienstes des Malteser Hilfs­dienstes Sachsen. Gerade für Klein­kinder sei eine Unfall­si­tuation oft trauma­tisch. Im vergan­genen Jahr verschenkten die Malteser 96 dieser »Seelen-Tröster«.

Über Spenden­ak­tionen und Mitglieds­bei­träge sammelt der Verein Stern­schnuppe Geld für die Rettungs­teddys. Im Sommer 2008 wurde er in Sachsen gegründet. Ziel ist es, die Versorgung kleiner Patienten vor, während und nach einem Kranken­haus­auf­enthalt zu verbessern. Die Uni-Klinik Dresden und Rettungs­dienste in Freital, in Neustadt/Sachsen oder in Pirna erhielten bereits solche Teddy­bären. Und auch im Rettungs­hub­schrauber Christoph 38 fliegen sie mit. Der Verein unter­stützt weitere Aktionen, so die Trauer­be­gleitung der Johan­niter in Heidenau oder Erste-Hilfe-Kurse der Johan­niter-Unfall­hilfe in Heidenau.

Die Malteser betreuen in Dresden sieben Rettungs­wachen, neben der in Fried­rich­stadt auch eine Pieschen, Klotzsche, Striesen und Leuben. Sie sind u. a. mit 13 Rettungs­wagen rund um die Uhr im Einsatz.

Christine Pohl

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