Was bringt das Jahr 2016?

Im Gespräch mit Ortsamtsleiter Jörg Lämmerhirt

Veröffentlicht am Donnerstag, 28. Januar 2016

Auch im Jahr 2016 wird Orts­amtsleiter Jörg Lämmerhirt für alle Leubener ein offenes Ohr haben. Als Bindeglied zwischen Bürgern und Verwaltung wird er sich für die Anwohner einsetzen und mit gesundem Menschenverstand schauen, was möglich gemacht werden kann. Im Interview mit der Redakteurin Claudia Trache spricht er über diesjährige Vorhaben im Ortsamt Leuben.

Laubegast erhält neue Gas- und Trinkwasserleitungen. Am Laubegaster Ufer wird seit dem Sommer 2015 gebaut. Hier werden u. a. 150 Meter Trinkwasserleitung ausgewechselt. Die Arbeiten an mehreren Abschnitten im Ortsteil werden voraussichtlich bis Mitte des Jahres dauern. Foto: G.Z.

Laubegast erhält neue Gas- und Trinkwasserleitungen. Am Laubegaster Ufer wird seit dem Sommer 2015 gebaut. Hier werden u. a. 150 Meter Trinkwasserleitung ausgewechselt. Die Arbeiten an mehreren Abschnitten im Ortsteil werden voraussichtlich bis Mitte des Jahres dauern.

Foto: G. Z.

Das ehemalige Kaufhaus Günther siecht seit langem dahin. Wann wird an diesem Standort das neue Einkaufszentrum gebaut?

Es kann losgehen. Im Februar beginnt der Abbruch auf dem gesamten Grund­stück, einschließlich kleiner Neben­ge­bäude. Das wird etwa vier Monate dauern. Parallel dazu erfolgen archäo­lo­gische Grabungen. Der Bauantrag wird in Kürze einge­reicht, sodass wir mit dem Baubeginn des Einkaufs­zen­trums im Spätsommer rechnen. Es soll ein modernes Ortsteil­zentrum werden. Hinsichtlich der künftigen Mieter gibt es einen Austausch mit der Dorfmeile Zschachwitz.

Wie geht es mit der Straßensanierung im Zusammenhang mit der Hochwasserschadensbeseitigung voran?

In diesem Jahr sind kleine Maßnahmen geplant, so die Instand­setzung des Laube­gaster Ufers im Zusam­menhang mit der Erneuerung der Gas- und Trink­was­ser­leitung. Ebenso erfolgt die grund­hafte Sanierung der Straße Am Brüchigt und der Berthold-Haupt-Straße im Abschnitt vom Klein­schach­witzer Ufer bis zur Elbfähre. Die Planungen an den beiden Großvor­haben Öster­reicher Straße und Berthold-Haupt-Straße werden intensiv fortge­setzt. Ein Baubeginn Ende 2017 wird angestrebt.

Ende 2016 wird die Operette in ein neues Theater in der Innenstadt ziehen. Was wird aus dem jetzigen Gebäude?

Derzeit gibt es noch keine konkreten Vorstel­lungen für die Nachnutzung. Der Ortsbeirat hat im Dezember 2015 eine entspre­chende Anfrage an den Oberbür­ger­meister gestellt. Die Grund­stücke sollen verkauft und die Erlöse zur Finan­zierung der Neubauten im Kraftwerk Mitte genutzt werden. Die letzte Premiere in Leuben werden wir im April erleben. Zeitgleich eröffnen wir im Ortsamt mit der Staats­ope­rette eine kleine Ausstellung zur Leubener Operet­ten­ge­schichte.

Wie groß ist das bürgerschaftliche Engagement im Ortsamtsbereich Leuben?

Das ist sehr vielfältig und reicht von den Sport­ver­einen über die Orts- und Gewer­be­vereine bis hin zu Initia­tiven, die die Flücht­linge unter­stützen. Besonders gut wahrnehmbar ist dieses Engagement durch die zahlreichen, gut besuchten Stadt­teil­feste, die ausschließlich von Vereinen organi­siert werden.

Wie viel Flüchtlinge leben derzeit im Ortsamtsgebiet?

Mit Stand Anfang Januar leben im Ortsamts­gebiet 160 Flücht­linge in 24 Wohnungen. Das ehemalige Hotel „Prinz Eugen“ wird wahrscheinlich im Februar belegt werden. Derzeit laufen noch verschiedene Umbau­ar­beiten. An der Breit­scheid­straße rechnen wir mit dem Baubeginn der Gemein­schafts­un­ter­kunft im Frühjahr und der Inbetrieb­nahme im Herbst dieses Jahres. Diese Unter­kunft ist mit 60 Plätzen konzi­piert. Ich bin mit den Anwohnern im Gespräch, um für Toleranz und ein Mitein­ander zu werben, aber auch, um ihre Sorgen zu hören.

Was wünschen Sie sich für Ihr Gebiet?

Mein Wunsch wäre es, dass der Prozess um die Nutzung bzw. Gestaltung des Altel­barmes fortge­setzt wird. Hier gibt es große Poten­ziale sowohl im Landschafts­schutz, aber auch in der Naherholung. Es ist ein Bereich, bei dem wir gemeinsam mit der Bürger­schaft Ideen und Konzepte entwi­ckeln könnten.

Christine Pohl

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