6. Polnisch-Deutsche Kulturtage in Dresden

Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Oktober 2018

In Dresden finden derzeit die 6. Polnisch-Deutschen Kulturtage statt. Mit Danzig/Gdànsk und Krakau/Wroclaw stehen zwei Städte im Mittelpunkt, die beide auf eine deutsch-polnische Geschichte zurückblicken können. Zu den prominenten Gästen der Veranstaltungsreihe zählt der Bestsellerautor Stefan Chwin.

Das Kraszewski-Museum ist Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen im Rahmen der diesjährigen Polnisch-Deutschen Kulturtage. Foto: Möller

Das Kraszewski-Museum ist Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen im Rahmen der diesjährigen Polnisch-Deutschen Kulturtage.

Foto: Möller

Bei einem Fußball­spiel würde man sagen: Sie ist vorbei, die erste Halbzeit der 6. Polnisch-Deutschen Kulturtage in Dresden. In diesem Jahr stehen die Städte Danzig/Gdànsk und Breslau/Wroclaw im Fokus. Beide Städte blicken auf eine gemeinsame deutsch-polnische Geschichte zurück und beide hatten sich um den Titel Europäische Kultur­haupt­stadt 2016 beworben, mit glück­lichem Ausgang für Breslau. Breslau gab 2016 den Impuls für die Bewerbung Dresdens als Europäische Kultur­haupt­stadt 2025.

Den musika­li­schen Auftakt der Veran­stal­tungs­reihe am 30. September markierte ein Konzert des Susan Weinert W.O.W. Trios im Jazzklub Tonne. Ein weiterer Höhepunkt wird der Festakt »Zum 100. Jahrestag der wieder­erlangten Unabhän­gigkeit Polens« am 11. November 2018 im Stadt­museum Dresden sein.

Veran­stalter der Polnisch-Deutschen Kulturtage sind das Kraszewski-Museum Dresden, die Woiwod­schaft Nieder­schlesien und Dresden 2025 – Europäi­sches Kultur­haup­stadtbüro.

In diesem Jahr ist es u. a. gelungen, den aus Danzig stammenden polni­schen Bestsel­ler­autor Stefan Chwin nach Dresden zu holen. Am 19. Oktober 2018 wird er in den Räumen des Kraszewski-Museums sein »Deutsches Tagebuch« vorstellen, das sich mit den nachbar­schaft­lichen Bezie­hungen zwischen Deutschland und Polen befasst. »Polish Summer« ist der Titel einer Fotoaus­stellung, die am 26. Oktober 2018 im Kunsthaus Raskol­nikow, Böhmische Straße 34, eröffnet wird. Gezeigt werden Arbeiten von Tomasz Lewan­dowski, der seine Heimat durch das Objektiv der Kamera auf eine ganz eigenen Weise betrachtet.

In den Kontext der Kultur­haupt­stadt­be­werbung gesetzt, werfen die Polnisch-Deutschen Kulturtage in diesem Jahr wohl nicht ganz zufällig die Frage auf, wo in Europa Dresden zu verorten sein mag. Ist es Ost, ist es West oder kann die Stadt Brücken­bauer zwischen beiden sein?

Steffen Möller

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