Ausstellung zur Jahrhundertflut

Veröffentlicht am Dienstag, 16. August 2022

Was haben zwei Nussknacker mit der verhee­renden Flut vom August 2002 zu tun? Sie wurden aus einem vollge­lau­fenen Keller gerettet, restau­riert und ein Mosaik­stein der Ausstellung „NEUN METER VIERZIG. Die Jahrhun­dertflut in Dresden 2002“. Sie wird am 17. August 2022, ... weiterlesen

Ausstellung zur Jahrhundertflut im Stadtarchiv. Abbildung: Ö GRAFIK

Ausstellung zur Jahrhundertflut im Stadtarchiv.

Foto:  Ö GRAFIK

Was haben zwei Nussknacker mit der verhee­renden Flut vom August 2002 zu tun? Sie wurden aus einem vollge­lau­fenen Keller gerettet, restau­riert und ein Mosaik­stein der Ausstellung „NEUN METER VIERZIG. Die Jahrhun­dertflut in Dresden 2002“. Sie wird am 17. August 2022, 19 Uhr, wird im Stadt­archiv, Elisabeth-Boer-Straße 1, eröffnet.
Das Besondere der Ausstellung sind die zahlreichen persön­lichen Fotografien, Erinne­rungs­stücke und Origi­nal­do­ku­mente aus den drama­ti­schen Jahrhun­dertflut-Tagen vor 20 Jahren. Viele Dresd­ne­rinnen und Dresdner prägen die Schau mit ihren persön­lichen Geschichten und Exponaten. Für diese Leihgaben bedankt sich das Stadt­archiv ganz herzlich. Darunter sind Fotoalben und eigene Aufzeich­nungen. Ausge­wählt für die Ausstellung wurden unter anderem eine aus der Flut gerettete Modell­ei­senbahn, einige Fotoap­parate, ein Fahrrad und ein Bahnhofs­schild – alle noch bedeckt von der damaligen Elbschlamm­schicht. Die beiden Nussknacker aus der St.-Petersburger-Straße wurde jetzt auch zur aktuellen „Archivale des Monats“.
Thema­ti­siert werden in der Ausstellung auch das damalige bürger­schaft­liche Engagement, das Zusam­men­spiel von öffent­lichen Insti­tu­tionen bei der Bewäl­tigung der Flutschäden und Flutschutz-Projekte seit 2002. Zu sehen ist unter anderem eine Sandsack­ab­füll­anlage, die an das gemein­schaft­liche Sandsack­be­füllen der Dresd­ne­rinnen und Dresdner erinnert. Gezeigt wird nicht zuletzt, wie städtische Akten und Unter­lagen vor den Wasser­massen gerettet werden konnten und wie die Evaku­ierung der Kranken­häuser ablief. Der Titel „NEUN METER VIERZIG“ bezieht sich auf den Elbpegel von 9,40 Meter am 17. August 2002, der höchste jemals gemessene Wasser­stand im Stadt­gebiet.
Die Sonder­aus­stellung ist bis 4. November 2022 zu besich­tigen, der Eintritt ist frei. Öffnungs­zeiten: Montag/Mittwoch von 9 bis 16 Uhr, Dienstag/Donnerstag von 9 bis 17 Uhr und Freitag von 9 bis 12 Uhr.

Christine Pohl

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