Betreuungsangebot wird ausgebaut

Start der Sanierungsarbeiten für Werkstatt für behinderte Menschen

Veröffentlicht am Donnerstag, 13. September 2018

Eine 150 Jahre alte Remise erhält jetzt einen neuen Verwendungszweck: Das historische Gebäude wird umgebaut. Es wird künftig den neuen Förder- und Betreuungsbereich für Erwachsene mit schweren und schwersten Behinderungen aufnehmen.

Im Beisein von Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (mitte) wurde am 29. August der Sanierungsbeginn in der Ruine der Remise gefeiert. Foto: Trache

Im Beisein von Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (mitte) wurde am 29. August der Sanierungsbeginn in der Ruine der Remise gefeiert.

Foto: Trache

Auf dem Gelände der Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behin­derung Altleuben ist in den letzten Jahren viel gebaut worden, um den Bewohnern, Betreuten sowie Mitar­beitern moderne Wohn- und Beschäf­ti­gungs­be­din­gungen zu schaffen. Ende August wurde die Sanierung des Gebäudes Altleuben 12 beendet. Ursprünglich war es als Unter­kunft für unbegleitete minder­jährige Geflüchtete geplant. Dafür besteht derzeit jedoch kein Bedarf mehr. In engem Kontakt mit dem Jugendamt berät die Geschäfts­führung der Cultus gGmbH nun, wer demnächst in die Einzel- und Doppel­zimmer einziehen wird.

Ende August gab es einen weiteren Grund für eine kleine Feier. Die Geschäfts­führung konnte den offizi­ellen Beginn der Sanie­rungs­ar­beiten an der ehema­ligen Remise bekannt­geben. Zehn Jahre stand dieses Wirtschafts­ge­bäude leer. Läuft alles nach Plan, kann im Mai 2019 in dem 150 Jahre alten Gebäude der neue Förder- und Betreu­ungs­be­reich mit 15 Betreu­ungs­plätzen für Erwachsene mit schweren und schwersten Behin­de­rungen einge­weiht werden. Im Dachge­schoss sollen zudem zwei Sozial­woh­nungen entstehen. Der Förder- und Betreu­ungs­be­reich, eine Art Tages­pflege für Behin­derte, besteht derzeit aus vier Gruppen mit je etwa acht Betreuten. Während zwei Gruppen im Haus A sowie eine Gruppe im Haus 11 in Altleuben angesiedelt sind, trifft sich die vierte Gruppe im Moment noch in Löbtau. »Wir freuen uns sehr auf die Fertig­stellung des Hauses, damit dann alle vier Gruppen gemeinsam am Standort Altleuben sind«, betont Daniela Weismüller, Teamlei­terin des Förder- und Betreu­ungs­be­reichs. Die Betreuten sind geistig und körperlich einge­schränkt. Im Förder- und Betreu­ungs­be­reich erhalten sie eine Tages­struktur und werden indivi­duell gefördert. Neben Spazier­gängen und Ausflügen in die nähere Umgebung gehören auch Kunst­pro­jekte, Gedächt­nis­training, Kochen sowie alltäg­liche Haushalts­auf­gaben dazu. Zur kleinen Feier­stunde kamen neben der Sozial­bür­ger­meis­terin und Aufsichts­rats­vor­sit­zende der Cultus gGmbH Dr. Kristin Klaudia Kaufmann und Ortsamts­leiter Jörg Lämmerhirt auch Vertreter der benach­barten Kirch­ge­meinde. Stephan Schreiber, Beschäf­tigter der Werkstatt für behin­derte Menschen »Luby Service«, umrahmte die Veran­staltung mit musika­li­schen Darbie­tungen auf dem Keyboard. Der kleine Imbiss wurde von Beschäf­tigten und Mitar­beitern des Luby Service‘ vorbe­reitet und angeboten.

Die geplanten Gesamt­kosten der Sanierung belaufen sich auf 968.000 Euro, wovon 620.000 Euro durch das Förder­pro­gramm »Inves­tition und Teilhabe« der Sächsi­schen Aufbaubank und 123.000 Euro aus Förder­mitteln der Landes­haupt­stadt Dresden finan­ziert werden, die restliche Summe stammt aus Eigen­mitteln der Cultus gGmbH.

Claudia Trache

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