Neustadtkümmerin – Probleme anpacken und Lösungen finden

Veröffentlicht am Samstag, 28. März 2020

Sie ist Ansprechpartnerin, wenn es um Müll geht und findet den Alaupark schön. Seit fast drei Jahren ist Manuela Möser die Neustadtkümmerin.

Manuela Möser ist seit 2017 die »Neustadtkümmerin«. Foto: Trache

Manuela Möser ist seit 2017 die »Neustadtkümmerin«.

Foto: Trache

Seit September 2017 hat die Neustadt mit Manuela Möser eine Neustadt­küm­merin. „Entstanden ist die Idee bei einer Einwoh­ner­ver­sammlung“, so Stadt­be­zirks­amts­leiter André Barth. „Die Äußere Neustadt ist ein Stadtteil mit beson­deren Heraus­for­de­rungen, da sie nicht nur Dresdens dicht­be­sie­deltstes Wohngebiet, sondern auch Szene- und Ausgeh­viertel ist. Müll- und Lärmbe­kämpfung sowie Krimi­na­li­täts­prä­vention spielen eine große Rolle.“

Manuela Möser vermittelt als Neustadt­küm­merin zwischen den Anwohnern und der Verwaltung. Sie ist Mitar­bei­terin des Stadt­be­zirks­amtes Neustadt. Jeden Mittwoch zwischen 16 bis 18 Uhr können die Anwohner im Container an der Louisen­straße 32 mit ihren Fragen, Ideen oder Problemen vorbei­kommen. Die restliche Woche ist sie in ihrem Büro im Stadt­be­zirksamt an der Hoyers­werdaer Straße 3 zu erreichen. „Die Bandbreite der Anliegen ist groß“, erzählt Manuela Möser. „Eine Seniorin war beispiels­weise auf der Suche nach einer Alltags­be­gleitung und fragte, an wen sie sich wenden könne. Eine Neudresd­nerin erkun­digte sich, wo die nächsten Wertstoff­con­tainer zu finden seien. Ein Hausbe­sitzer hatte die Idee, sein Haus mit Graffiti zu verzieren und wollte wissen, ob er das einfach so dürfe.“ Soweit notwendig, vermittelt die Neustadt­küm­merin an die entspre­chenden Fachämter. Aber auch Beschwerden über Müllecken oder Lärmbe­läs­tigung nimmt sie entgegen.

Manuela Möser kennt die Neustadt seit den 90er Jahren. »Den Alaunpark fand ich von Anfang an sehr schön«, erzählt sie. „Er wird von vielen Menschen vielseitig genutzt und ist in dieser Art einmalig in Dresden.“ Aber auch das Gründer­zeit­viertel mit seiner inter­es­santen Archi­tektur begeistert sie. „In der Neustadt gibt es noch viele kleine Geschäfte, wo es zum Teil ausge­fallene Sachen gibt. Aber auch das kultu­relle Angebot und die vielen Cafés, Restau­rants und Kneipen sind toll.“

2018 und 2019 lud das Stadt­be­zirksamt die Neustädter zur Dialog­reihe „Lasst uns reden“ ein. Die Einwohner kamen mitein­ander ins Gespräch und hatten Gelegenheit, mit dem Stadt­be­zirks­amts­leiter, der Neustadt­küm­merin sowie Vertre­te­rinnen und Vertretern von Polizei und Ordnungsamt ins Gespräch zu kommen und ihre Anliegen vorzu­bringen. Den Menschen zuzuhören, ist Manuela Möser ebenso wichtig, wie sich im Stadtteil zu vernetzen, um Bedarfe zu erfassen und Angebote weiter­zu­geben. Aus der Dialog­reihe hat das Stadt­be­zirksamt die meist genannten Themen wie nächt­liche Ruhestörung, Müll, Glasscherben und Wildpinkeln aufge­griffen und daraus die Kampag­ne „Geist­reich für die Neustadt“ entwi­ckelt. Entstanden sind Video­clips, Postkarten, Plakate sowie Bierdeckel.

Auch 2020 werden die Video­clips wieder im Fahrgast­fern­sehen und in der Kinowerbung zu sehen sein. Online kann man sich die Clips auf www.dresden.de/geister anschauen. „Mit dieser Kampagne möchten wir Problem­be­wusstsein schaffen und mehr Rücksicht­nahme und gegen­sei­tigen Respekt erreichen“, so Manuela Möser. Als Neustadt­küm­merin engagiert sie sich dafür, dass Anwohner und Gäste des Stadt­teils gleicher­maßen zufrieden sind. Für Ideen und Anregungen hat sie ein offenes Ohr.

Claudia Trache

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Kontakt & weitere Infos

Terminvereinbarung außerhalb der Sprechzeit unter: 0351 4886611 oder per E-Mail an mmoeser@dresden.de

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