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Mehr Platz für Eltern

Der Sonnenstrahl e. V. richtet neue Zimmer ein

Veröffentlicht am Donnerstag, 15. März 2018

Das Haus »Sonnenstrahl« steht Eltern krebskranker Kinder als Herberge auf Zeit zur Verfügung. Jetzt konnte es dank Spenden um einige Zimmer erweitert werden.

Sie kamen zur Einweihung der neuen Elternzimmer: Helma Orosz, An­dreas Führlich und Ulrike Grundmann. Foto: Mutschke

Sie kamen zur Einweihung der neuen Elternzimmer: Helma Orosz, An­dreas Führlich und Ulrike Grundmann.

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Blasewitz. Mit Hilfe von Spenden­geldern hat der Verein Sonnen­strahl vor Jahren ein Haus für Eltern krebs­kranker Kinder gebaut. Hier wohnen Mütter und Väter während der Therapie der kleinen Patienten, die oft viele Monate dauert. Jetzt konnte der Verein die Kapazität an Eltern­zimmern erweitern und im Dachge­schoss des Hauses »Sonnen­strahl« weitere Eltern­zimmer einrichten. Damit gibt es hier nun elf Zimmer mit insgesamt 21 Betten und neun möglichen Aufbet­tungen.

»Die Eltern bleiben bis zu einem halben Jahr bei uns«, erklärt der Vorstands­vor­sit­zende des Vereins Andreas Führlich. »Oft wohnt die Mutter während der Behandlung des Kindes hier. Am Wochenende und in den Ferien kommen der Vater und Geschwis­ter­kinder dazu.« Der Bedarf an Übernach­tungs­mög­lich­keiten für die Eltern ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Wurden vor vier Jahren noch durch­schnittlich 60 bis 80 neue Patienten an der Uniklinik im Jahr aufge­nommen, so sind es jetzt bereits 100. Die neuen Eltern­zimmer befinden sich im Dachge­schoss im Haus »Sonnen­strahl«, das schritt­weise umgebaut wurde. Außer vier Eltern­zimmern ist ein Beratungsraum entstanden, der auch für die ambulante Musik­the­rapie und für die psycho­so­ziale Betreuung der Familien genutzt wird.

Rund 100.000 Euro wurden in den Umbau inves­tiert. Finan­ziert wurde der Umbau aus Rücklagen und Spenden­mitteln des Vereins. Allein die Spardabank stellte 25.000 Euro bereit, und eine betroffene Familie übernahm privat den Einbau einer Küche. Für die Möblierung der zwei neuen Eltern­zimmer startete der Verein eine Online-Spenden­aktion und sammelte in kürzester Zeit 7.000 Euro. »Wir sind überwältigt von der Spenden­be­reit­schaft der Menschen«, freut sich die Schirm­herrin des Vereins Helma Orosz. »Jede Position auf unserer Liste fand einen Sponsor. 43 Spender haben sich beteiligt.« Auch der Beratungsraum wurde aus Spenden finan­ziert. »Der Wunsch nach psycho­lo­gi­scher Betreuung und sozialer Beratung ist mit den Patien­ten­zahlen gestiegen«, erklärt Ulrike Grundmann, Leiterin des psycho­so­zialen Teams.

StZ/Christine Pohl

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Kontakt & weitere Infos

www.sonnenstrahl-ev.org

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