Technisches Denkmal feiert Jubiläum an der Bergstation
Wer Dresden von oben sehen will, fährt gern mit der Bergschwebebahn nach Oberloschwitz. In fünfeinhalb Minuten Fahrzeit überwindet die Bahn eine Strecke von 274 Metern und einen Höhenunterschied von 84 Metern. Sie verbindet seit 125 Jahren die Stadtteile Loschwitz und Oberloschwitz. Vor 125 Jahren wurde sie in Anwesenheit des Prinzen Friedrich August feierlich eingeweiht.
Dieses Jubiläum wird am 9. Mai von 10 bis 18 Uhr gebührend gefeiert. Auf der Bergstation der ältesten Bergschwebebahn der Welt kann man nicht nur den Blick über das Elbtal von der Aussichtsplattform genießen, sondern sich auch bei Führungen im Maschinenhaus über das technische Denkmal informieren und die Antriebsmaschine besichtigen. Geboten werden auch Live-Musik und Unterhaltung für die ganze Familie. Alle Besucher, die an diesem Tag im Stil von 1901 gekleidet kommen, dürfen die Schwebebahn kostenfrei benutzen und werden später mit Foto im Treppenhaus der Bergbahnausstellung verewigt. An insgesamt zwölf Stationen können ab 9. Mai auch historische und technische Informationen per digitalem Audioguide abgerufen werden.
Regelmäßig wird die Bergschwebebahn einer Revision unterworfen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bahn in einem guten und sicheren Zustand ist. Sie wird gern genutzt, von Pendlern wie von Touristen.
DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach dankt dem Oberbürgermeister Dirk Hilbert für die Unterstützung beim Erhalt des beliebten Verkehrsmittels. „Unsere Seilbahnen sind ein Highlight des internationalen Fremdenverkehrs. Über ihre touristische Nutzung hinaus haben sie aber auch heute noch eine ÖPNV-Funktion für die Anwohner der Stadtteile Weißer Hirsch und Oberloschwitz. Im Jahr 2025 haben wir auf der Schwebebahn 220.000 und auf der Standseilbahn 248.000 Fahrgäste befördert – Tendenz steigend.“
Hemmersbach verweist darauf, dass die Schwebebahn auch Vorreiter bei der Elektromobilität im öffentlichen Nahverkehr war: Seit 1909 wird sie elektrisch angetrieben. Zur Talstation am Körnerplatz war die erste elektrische Straßenbahn bereits 1893 in Betrieb, kurz nach Eröffnung des Blauen Wunders. Seit 2017 ist die Schwebebahn voll elektronisch gesteuert. DVB-Vorstand Lars Seiffert betonte, dass zwischen den Bergstationen beider Bahnen ein Wanderweg digital ausgewiesen sei – über die vielen markierten Wanderwege der Region hinaus. (StZ)



