27. Januar: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

27. Januar: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

von | Kurzmeldungen

Namenslesung, Gedenkfeier und Impulsgespräch sind öffentlich

Am Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar finden in Dresden verschiedene Veranstaltungen statt. Wie in jedem Jahr erfolgt von 12 bis 15.30 Uhr eine Namenslesung vor der Kreuzkirche am Altmarkt. Grundlage ist das „Buch der Erinnerung“. Im Mittelpunkt des Erinnerns stehen rund 850 Dresdner Jüdinnen und Juden, deren Schicksal bisher unbekannt ist und deren Namen neu in das Buch aufgenommen wurden.

Außerdem werden die Namen der ermordeten Sinti und Roma gelesen sowie die Namen der Kinder von Zwangsarbeiterinnen, die im „Entbindungslager Kiesgrube“ an der Radeburger Straße in Pieschen ihren frühen Tod fanden. 14 Uhr beginnt die Lesung des „Buches der Erinnerung“ im Projekttheater Dresden, Louisenstraße 47. Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch liest mit weiteren Akteuren aus dem Buch.

Die zentrale öffentliche Gedenkfeier „Stunde der Erinnerung“ findet ab 18 Uhr im ehemaligen Richthof der Gedenkstätte Münchner Platz, Münchner Platz 3, statt. Es sprechen der Erste Bürgermeister Jan Donhauser, die Prorektorin Universitätskultur und Internationalisierung der TU Dresden, Prof. Dr. Roswitha Böhm, die Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinde, Ekaterina Kulakova und der Vorsitzende des Fördervereins Münchner-Platz-Komitee e. V., Wolfgang Howald. An der Gruppenplastik „Widerstandkämpfer“ von Arnd Wittig können Blumen niedergelegt werden. Danach lädt die Gedenkstätte Münchner Platz zum Impulsgespräch „Tacheles 2026: Wie blicken wir auf jüdische Kultur und jüdisches Leben?“ ein. (StZ)

Weitere Informationen
dresden.de/1945

veröffentlicht am: 27. Januar 2026
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