Das Künstlerkollektiv Institut für Gute Laune mit Aktionskunst zum Reformationstag
Die Martin-Luther-Kirche in der Dresdner Neustadt ist Teil einer Aktion am 31. Oktober. Nach dem Vorbild des Reformators Martin Luther bringt das Dresdner Künstlerkollektiv Institut für Gute Laune 13.30 Uhr 95 Thesen an – für eine neue sympathische Gesellschaft. Die Thesen sind von Hand auf eine lange Papierrolle geschrieben und werden nur kurz und ablösbar befestigt – genagelt wird nicht.
Der Dresdner Künstler Preibisch versteht die Aktion als Kunstwerk und als Einladung: „Wir protestieren gegen nichts – nicht gegen die Kirche und nicht gegen die Gesellschaft. Luthers Thesenanschlag ist für uns ein Bild. Wir möchten ins Gespräch darüber kommen, wie wir eigentlich miteinander leben wollen.“
Die Thesen sind weit gefächert und laden zur Diskussion ein, wie These 1: „Die neue sympathische Gesellschaft ist nur als Gemeinschaftskunstwerk zu erreichen. Dafür werden wirklich alle dringend benötigt – auch die Alten und die Krummen sowie die Bösen und die Dummen!“
Weitere Thesen sind „Der Streit, die Gewalt und der Krieg haben nichts in der Realität zu suchen, sie gehören auf die Bühne.“, „Geld ist kein Wirtschaftswert.“ Oder „Selbstgebackener Kuchen schmeckt am besten.“
Neben eigenen Gedanken des Kollektivs stehen bewusst unmarkierte Sätze bekannter Denkerinnen und Denker – wer sie erkennt, darf rätseln. Und nicht jede These stimmt. Ein Schild mit der Frage „Stimmt das?“ lädt dazu ein, jede einzelne These selbst zu prüfen. (StZ)
Alle 95 Thesen stehen schon jetzt unter https://www.google.com/url?q=http://institutfuergutelaune.de/95thesen&source=gmail&ust=1793267167653000&sa=E



