Tierinventur: Messen und Wiegen im Zoo Dresden
156 Kilogramm bringt Riesenschildkröte Hugo auf die Waage, nur zwei Gramm dagegen eine Etruskerspitzmaus. Extreme Unterschiede, die bei der alljährlichen Inventur im Zoo Dresden registriert werden. Hier leben derzeit 204 verschiedene Arten, allein 60 Arten Säugetiere. Der Jahreswechsel ist auch immer Zeit für eine Bilanz: So wurden 2025 erstmals ein Weißrüsselnasenbär oder ein Sonnenvogel gehalten, Zu den besonderen Erfolgen gehören die Nachzucht der Glattotter, die Zucht eines Karakals oder der Gänsegeier. Seit 2025 kann hier ein neuer Schneeleopard, Buntmarder oder auch weitere Kaiserschnurrbarttamarine beobachtet werden. Der Zoo freute sich im vergangenen Jahr über 492.513 Gäste, 22.000 mehr Besucherinnen und Besucher als im Jahr 2024.
Anlässlich eines Pressetermins dankte Zoodirektor Karl-Heinz Ukena der Zoo-Mannschaft sowie der Landeshauptstadt Dresden. Der Stadtrat hatte mehrheitlich für eine weitere finanzielle Unterstützung des Zoos gestimmt. Darüber hinaus dankte Ukena dem unermüdlichen Einsatz des Zoofreunde Dresden e.V. und der immensen Spendenbereitschaft vieler zooverbundener Menschen.
Zoo-Aufsichtsratsvorsitzende Annekatrin Klepsch betonte, dass es trotz aller Herausforderungen Aufgabe kommunaler Haushaltspolitik sei, dauerhaft in den Zoo zu investieren. Nur so könne der Bestand und die Attraktivität dieser Freizeiteinrichtung gesichert und weiterentwickelt werden.
Größtes Bauvorhaben in diesem Jahr ist die Erweiterung der Giraffen- und Zebraanlage. Dafür soll ab Februar das ehemalige Terrarium abgerissen werden. Das rund 500.000 Euro teure Projekt ist ausschließlich spendenfinanziert. Der Bau eines neuen Streichelgeheges ist das Spenden-Projekt des Jahres 2026.
Bürgermeisterin Annekatrin Klepsch legte mit Hand an bei der Zoo-Inventur. Sie half u.a. beim Wiegen der zwei Aldabra-Riesenschildkröten Hugo II und Hugo III. Danach unterstützte sie Tierpflegerin Steffi Silbermann bei der Längenermittlung einer weiblichen Malaiischen Riesenblattschrecke: 12 Zentimeter lang. Die Riesenblattschrecke zählt zu den größten lebenden Insektenarten und kann in einem Terrarium im Prof. Brandes-Haus beobachtet werden. (StZ)



