13. Februar: Gemeinsames Gedenken

13. Februar: Gemeinsames Gedenken

von | Stadtweit

Menschenkette, Singen, Konzerte und Veranstaltungen

Auch 81 Jahre nach der Bombardierung von Dresden steht am 13. Februar  das gemeinsame Gedenken im Vordergrund. Dabei ist die Menschenkette ein zentrales Element, um Tag gegen Krieg, Gewalt und Zerstörung zu protestieren und einer politischen Instrumentalisierung des Tages entgegenzutreten.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert ruft dazu auf, sich zu beteiligen: „Reihen Sie sich am 13. Februar in die Menschenkette ein! Lassen Sie uns gemeinsam aus Dresden ein starkes Zeichen für den Schutz der Menschenrechte, für Demokratie und für ein lebendiges Gedenken setzen. Dieser Tag vereint Mahnung, Erinnerung und Hoffnung. Niemals dürfen wir die Opfer von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft vergessen. Zugleich steht der 13. Februar für Versöhnung, wenn wir in der Menschenkette Hand in Hand mit Gästen aus unserer Partnerstadt Coventry stehen.

Bevor sich 18 Uhr die Reihen schließen, gibt es eine Auftaktkundgebung vor dem Kulturpalast. Unter dem Motto „Gemeinsam Haltung zeigen. Jeden Tag.“ sind alle eingeladen, gemeinsam mit den Philharmonischen Chören von 17 bis 17.45 Uhr, vor dem Kulturpalast Lieder zu singen. Noten und Texte dafür gibt es vor Ort oder online unter: www.dresdnerphilahrmonie.de
Die Versammlungsleitung übernimmt die Rektorin der Technischen Universität Prof. Dr. Ursula M. Staudinger. „Die Menschenkette ist ein starkes Zeichen dafür, dass wir angesichts der Verbrechen des Nazi Regimes gemeinsam Verantwortung übernehmen: für eine offene Gesellschaft, für Solidarität und für ein respektvolles Miteinander in Vielfalt“, sagt Dr. Staudinger. „Indem wir uns die Hände reichen, zeigen wir Haltung – und machen deutlich, dass Demokratie vom Einstehen für ihre Werte und vom Mitmachen lebt.“

Zum Auftakt der Menschenkette sprechen der Oberbürgermeister Dirk Hilbert, die Lord Mayor der Partnerstadt Coventry, Councillor Rachel Lancaster, und die Rektorin der TU Dresden, Prof. Dr. Ursula M. Staudinger. 18 Uhr schließt sich die Menschenkette, die sich über die gesamte Altstadt erstreckt. Mehrere tausend Menschen stehen Hand in Hand, begleitet vom Glockengeläut der Dresdner Kirchen.

Im Kulturpalast findet ab 19.30 Uhr ein Gedenkkonzert unter der Leitung des ehemaligen Chefdirigenten der Dresdner Philharmonie Michael Sanderling statt. Es erklingt die 10. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Mit seinem Film „Oh, to Believe in Another World“ interpretiert der südafrikanische Künstler William Kentridge die Musik auf besondere Weise und verstärkt Schostakowitschs künstlerisches Ringen mit den fatalen Folgen von Intoleranz, Ausgrenzung und Repression. Film und Musik verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk.

Die Bürgermeisterin von Coventry, Councillor Rachel Lancaster, ist vom 12. bis 14. Februar in Dresden zu Gast und wird sich auch in die Menschenkette einreihen. Das gemeinsame jährliche Gedenken an den Jahrestagen der Zerstörung beider Städte am 13. Februar in Dresden sowie am 14. November zum Rememberence Day in Coventry ist zur Tradition geworden. Geplant ist auch ein Besuch der Ausstellung „Coventry Begegnungen“ mit Fotografien von Günter und Christine Starke im Kunsthaus Raskolnikow e. V.

Bereits am Vormittag des 13. Februar finden Gedenkveranstaltungen auf dem Nordfriedhof und dem Heidefriedhof statt. Außerdem lädt die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e. V. auf den Neumarkt zum Stillen Gedenken vor der Frauenkirche ein. (StZ)

www.dresden.de/1945

veröffentlicht am: 10. Februar 2026
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