Cello-Matinée im Kulturpalast

Cello-Matinée im Kulturpalast

von | Stadtweit

Historische Instrumente kehren zurück – Klanggeschichte für die Zukunft

Mit einer Matinée am 12. April 2026, 11 Uhr, weiht die Dresdner Philharmonie im Kulturpalast zwei außergewöhnliche historische Instrumente ein. Sie werden dank einer großzügigen privaten Spende Eigentum des Orchesters. Erworben werden konnten eine Violine von Antonio Gragnani und ein Violoncello von Santino Lavazza, beide aus dem 18. Jahrhundert.

Gerade für die Dresdner Philharmonie, die 1945 einen Großteil ihres historischen Instrumentenbestands durch Kriegseinwirkungen verloren hat, besitzt der Erwerb solcher Instrumente eine besondere symbolische Kraft. Das Violoncello hat bereits eine „Dresdner Tradition“. Es gehörte einst Enrico Mainardi, der in den 1920er Jahren zu Beginn seiner internationalen Karriere Solocellist des Dresdner Orchesters war.

In der Matinee stellt Konstanze Pietschmann, seit Januar 2026 neue Solocellistin der Dresdner Philharmonie, dieses außergewöhnliche Cello erstmals dem Publikum vor. Die Gragnani-Violine, die künftig den Klang der Violingruppen mit prägen wird, spielt Robert Lis. Am Klavier begleitet Artist in Residence Boris Giltburg.

Auf dem Programm stehen Robert Schumanns „Fantasiestücke“ für Violoncello und Klavier, Sergei Prokofjews „Fünf Melodien“ für Violine und Klavier sowie Antonín Dvoøáks „Dumky“-Trio und damit Werke, die den warmen, charaktervollen Klang der historischen Instrumente eindrucksvoll zur Geltung bringen.

Die Cello-Matinée ist nicht nur ein Kammerkonzert, sondern ein musikalisches Zeichen des Dankes an eine großzügige Förderin, die anonym bleiben möchte, und mit ihrer Spende bleibende Werte schafft.

veröffentlicht am: 8. April 2026
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