Nachhaltig bauen. Zukunft gestalten

Nachhaltig bauen. Zukunft gestalten

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Tag der Architektur 2026 in Sachsen: Auch Kulturdenkmale entdecken

Ein Neubau aus Strohballen, ein über 100 Jahre altes TU-Gebäude und der exotische chinesische Pavillon auf dem Weißen Hirsch: Das sind drei Objekte von 60, die am Tag der Architektur in Sachsen am letzten Juniwochenende besichtigt werden können. Unter dem Motto „Nachhaltig bauen. Zukunft gestalten“ gewähren Bauherren Einblicke in besondere Bauwerke und präsentieren gestaltete Freiräumen. Architekten, Landschaftsarchitekten und Planer zeigen die Vielschichtigkeit ihrer Arbeit. Dabei stehen auch mehr als 30 Kulturdenkmale, die denkmalgerecht saniert werden oder durch Umnutzung neu belebt wurden, zur Besichtigung offen.

Der Fokus liegt in diesem Jahr auf nachhaltigem Bauen, Umbauen und Sanieren. Exemplarisch dafür steht der Beyer-Bau der TU Dresden: 1913 wurde er am Königlich Sächsischen Polytechnikum errichtet unter Verwendung von neuen Technologien wie Stahlbeton. Nach Kriegsschäden erfolgte eine zunächst einfache Sanierung, nach der Wende erfolgte eine umfassende Modernisierung des denkmalgeschützten Baus. Dabei kam ein an der TU entwickeltes Carbonbeton-Verfahren zum Einsatz. Neue Elemente wie Eingang, Aufstockung, Turmfassade sowie im Ausbau wurden zeitgemäß gestaltet. Heute präsentiert sich der Beyer-Bau als Einheit von Bestandserhalt, Sanierung und moderner Gestaltung, passend zu einer Universität im 21. Jahrhundert.

„Denkmalpflege steht für Langlebigkeit. Sie setzt auf bewährte Materialien, handwerkliches Können und einen genauen Blick auf das Bestehende. Sie saniert statt abzureißen, nutzt weiter statt wegzuwerfen und denkt in Kreisläufen – lange bevor Kreislaufwirtschaft zum Schlagwort wurde“, heißt es in der Erklärung der Architektenkammer Sachsen zum Aktionstag.

Kulturdenkmale, die beim Tag der Architektur zu sehen sind, beweisen: Denkmalschutz ist kein Hindernis, sondern eine Herausforderung, die, positiv angenommen, zu präziser, charaktervoller Architektur führt, die das Gestern und das Morgen verbindet.

Wer sich davon überzeugen möchte, kann an einer Besichtigung am Wochenende teilnehmen. In Dresden kann zum Beispiel das umgebaute Luxusgeschäft in der Wilsdruffer Straße/Schlosstraße in Augenschein genommen werden, die neue Kita am Königswald oder die Behrsche Villa von 1827 in der Wigardstraße 21, in der TSSB Architekten, eins der Planungsbüros für die Carolabrücke, ihren Sitz haben. Im Zentrum für Baukultur im Kulturpalast werden in einer Ausstellung die eingereichten Arbeiten für den diesjährigen Baukulturpreis gezeigt. Er stand unter dem Thema: „Bauen im Spannungsfeld von Hightech und Lowtech“. (StZ)

Das gesamte Programm zum Tag der Architektur 2026 in Sachsen finden Sie unter: www.tagderarchitektur-sachsen.de.

 

veröffentlicht am: 25. Juni 2026
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