70.000 Euro für die Dachsanierung

70.000 Euro für die Dachsanierung

von | Verwaltung, Stadtweit

Deutsche Stiftung Denkmalschutz übergibt Spendengelder für Carl-Maria-von-Weber-Museum

Dieses Jahr steht in Dresden im Zeichen des Komponisten Carl Maria von Weber (1786-1825), der vor 200 Jahren in London starb. Geehrt wird der Künstler mit Konzerten und Ausstellungen. Eine Spielstätte fehlt dabei: das Carl-Maria-von-Weber-Museum in Dresden-Hosterwitz. Es war das Sommerhaus des Komponisten, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Dresden wirkte. Es musste im Herbst 2024 aus bautechnischen Gründen geschlossen werden.

Jetzt kann die dringend notwendige Sanierung beginnen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz spendet 70.000 Euro für die Instandsetzung des historischen Dachstuhls. Gemeinsam mit rund 72.000 Euro städtischen Eigenmitteln ist damit der erste Bauabschnitt finanziell gesichert. Die Arbeiten sollen im November beginnen.

Christian Schreiber, Leiter des Ortskuratoriums Dresden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, übergab am 30. Juli den Spendenscheck an Baubürgermeister Stephan Kühn, Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch sowie die Leiterin des Carl-Maria-von-Weber-Museums, Dr. Romy Donath. Bereits Anfang Mai hatten die Stiftung und die Landeshauptstadt Dresden den Fördervertrag unterzeichnet.

Baubürgermeister Stephan Kühn ist dankbar für die Unterstützung: „Das ehemalige Hosterwitzer Winzerhaus und Wohnhaus des Komponisten ist ein Kleinod und ein wichtiger Ort der Musikgeschichte. Es zu bewahren und für die künftigen Generationen zu erhalten, hat Bedeutung über Dresden hinaus. Der Stadtrat und Fördermittelgeber sind nun aufgerufen, die Finanzierung der weiteren Sanierungsschritte sicherzustellen.“

„Mit der Sanierung des Carl-Maria-von-Weber-Museums bewahren wir ein herausragendes Zeugnis der Musik- und Kulturgeschichte. Die Impulse, die von Weber als Komponisten und Dirigenten für die Entwicklung der Orchester und Opern in Europa ausgingen, werden in diesem musealen Kleinod und authentischen Ort erlebbar gemacht.“, erklärt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch.

Die Bausubstanz des über 350 Jahre alten Carl-Maria-von-Weber Museums weist erhebliche Schäden auf. Betroffen sind insbesondere das Fachwerk im Obergeschoss, die Holzbalkendecken und der Dachstuhl. Auch Sicherheit, Brandschutz und technische Gebäudeausrüstung entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Mit der im November beginnenden Dachstuhlsanierung startet die umfassende denkmalgerechte Instandsetzung des Gebäudes. Vorgesehen sind unter anderem die Sanierung des Fachwerks, der Holzbalkendecken, von Dach und Fassade sowie die Aufarbeitung von Fenstern und Türen. Außerdem wird die gesamte Haustechnik erneuert.

Danach wird eine neue Dauerausstellung konzipiert. Sie soll das Leben und Wirken Carl Maria von Webers zeitgemäß vermitteln. Die Wiedereröffnung des Museums ist für das Jahr 2030 vorgesehen.

Die Sanierung kostet rund 4,2 Millionen Euro. Fördermittel des Bundes aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm wurden bereits bewilligt.

Für die Sanierung

Das Museum befindet sich im ehemaligen Sommerhaus von Carl Maria von Weber. Foto: Pohl

Das Museum befindet sich im ehemaligen Sommerhaus von Carl Maria von Weber. Foto: Pohl

werden unter https://webermuseum-dresden.de/museum/spenden weiterhin Spenden eingeworben. (StZ)

veröffentlicht am: 30. Juli 2026
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