Pegasus-Theaterschule führt Kinderoper „Brundibár“ in der Neuen Synagoge auf
Am 9. November, 16 Uhr, gedenkt die Landeshauptstadt Dresden in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde zu Dresden an der Stele Brühlscher Garten am Hasenberg ihrer jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die in der Pogromnacht 1938 und danach entrechtet, verfolgt, deportiert und in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten ermordet wurden. Am Hasenberg stand bis zu ihrer Zerstörung 1938 die von Gottfried Semper entworfene und 1840 eingeweihte Dresdner Synagoge. Zum Gedenken an die Opfer sprechen Oberbürgermeister Dirk Hilbert und die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, Ekaterina Kulakova.
Vereinsmitglieder des Schulmuseums erinnern in ihrem Beitrag über Berichte von jüdischen Schülerinnen und Schülern, die von der Ausgrenzung in der NS-Zeit zeugen. Zum Gedenken gehören das „El mole Rachamim”, das Kaddisch-Gebet und eine Kranzniederlegung durch Repräsentantinnen und Repräsentanten des Sächsischen Landtags, des Freistaats Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden. Alle Dresdnerinnen und Dresdner sowie die Gäste der Stadt sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.
Nach dem Gedenken an der Stele Brühlscher Garten wird im Gemeindesaal der Jüdischen Gemeinde zu Dresden an die Weihe der Neuen Synagoge vor 25 Jahren erinnert. Die Pegasus-Theaterschule führt die Kinderoper „Brundibár“ von Hans Krása auf. Traurige Berühmtheit erlangte diese Kinderoper dadurch, dass die zweite Aufführung 1943 im Ghetto Theresienstadt stattfand. Sie wurde von den Nationalsozialisten zu Propagandazwecken missbraucht. Die meisten der an der Aufführung in Theresienstadt beteiligten Kinder sind kurz darauf in Auschwitz ermordet worden, ebenso wie der hochbegabte junge Komponist Hans Krása.
Rund um den Gedenktag gibt es weitere Veranstaltungen der Religionsgemeinschaften, städtischen Kultureinrichtungen, Gedenkstätten und Vereine. (StZ)



