Kracht-Brunnen sprudelt wieder

Kracht-Brunnen sprudelt wieder

von | Stadtweit, Dresden Details

„Wasser marsch!“ hießt es am 10. Dezember auf dem Neustädter Markt. Nach über zwanzig Jahren wurde der Brunnen auf der Ostseite des Platzes wieder in Betrieb genommen. Seit Frühjahr 2024 lief die denkmalgerechte Wiederherstellung. Jetzt ist die lange Durststrecke beendet und das von Friedrich Kracht Ende der 1970er-Jahre geschaffene Kunstwerk ist wieder präsent. Vor allem in der wärmeren Jahreszeit wird der Brunnen zur Belebung des Platzes sorgen.

Dahinter steckt das Engagement vieler Akteure. „Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich über die vielen Jahre für diesen Brunnen eingesetzt haben. Insbesondere möchte ich das Wirken von Prof. Erika Schmidt mit der Bürgerinitiative ‚Neustädter Freiheit‘ würdigen. Sie hat das Vorhaben bekannt gemacht und zahlreiche Spenden eingeworben“, sagt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. Sie dankt auch dem Freistaat Sachsen für die bereitgestellten Fördermittel, dem Stadtbezirk und den Stadträten.

Im Brunnenbecken sorgen rund 160 Düsen für sieben verschiedene, aufeinanderfolgende Wasserbilder. Die Choreografie dauert etwa 45 Minuten. Genau wie der Original-Brunnen wurde der sanierte Brunnen mit Unterwasserleuchten ausgestattet, jetzt jedoch mit zeitgemäßer LED-Technik. In der Mitte des Brunnens steht eine zirka vier Meter hohe Plastik. Blickpunkt ist die Metallkugel. Für ihre Restaurierung wurden die rund 9.283 Euro Spenden verwendet. Nicht sichtbar ist die gesamte Brunnentechnik, die mit viel Aufwand erneuert wurde und auch einen neuen Platz im Untergrund bekam. Die alte Brunnenstube befindet sich unter den Platanen. Sie zu sanieren, war ohne Eingriff in den Baumbestand nicht möglich. Saniert wurden auch die Original-Bänke aus dem Umfeld des Brunnens. Alle Arbeiten wurden eng mit den Denkmalschützern der Landeshauptstadt und des Landesamtes für Denkmalpflege abgestimmt.

Die Sanierung des Brunnens kostete rund 2,1 Millionen Euro, davon sind 1,52 Millionen Euro städtische Eigenmittel. Der Freistaat Sachsen förderte das Projekt mit 570.000 Euro aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege 2021. Hinzu kommen Spenden in Höhe von rund 9.282 Euro. Offen ist derzeit, wann mit der Gestaltung des Brunnenumfeldes begonnen werden kann. (StZ)

www.dresden.de/brunnen

 

veröffentlicht am: 11. Dezember 2025
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