Das erste deutsche Casanova-Museum öffnet ab 31. Oktober
Die Besucherinnen und Besucher des neuen Casanova-Museums erwartet „die Geschichte des Verführers zwischen Schein und Wirklichkeit“. Im ehemaligen Intecta-Kaufhaus am Altmarkt, im historischen Teil der Altmarkt-Galerie, widmet sich die Ausstellung Giacomo Casanova, der 1725 in Venedig geboren wurde und in Dux in Böhmen 1798 starb. Er war u.a. Geiger, Wissenschaftler, Reisender, Schriftsteller, Diplomat. Der Name Casanova ist vor allem verbunden mit seinen unzähligen amourösen Abenteuern. „Die sinnlichen Genüsse zu kultivieren, bildete die Hauptbeschäftigung meines ganzen Lebens“, soll er gesagt haben
Nach der feierlichen Eröffnung am 30. Oktober lässt die Ausstellung vor allem Casanovas Zeit in Dresden lebendig werden. Hier lebte auch seine Familie: Seine Mutter Giovanna Maria Farussi, bekannt unter ihrem Künstlernamen Zanetta Farussi, war 30 Jahre lang königliche Schauspielerin in Elbflorenz und wurde auch hier begraben. Sein Bruder Giovanni fungierte 19 Jahre lang als Direktor der Königlichen Kunstakademie Dresden, Bruder Francesco, ebenfalls Maler, studierte in den Gemäldesammlungen die alten Meister. Schwester Maddalena wirkte acht Jahre als Tänzerin an der Hofoper, bevor sie mit einem Dresdner ihre eigene Familie gründete.
Auf 900 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden ab 31. Oktober 13 Stationen seines Lebens näher beleuchtet. Vorgestellt werden seine Berufe, seine Reisen, seine Flucht aus den Bleikammern und sein utopischer Roman „Icosaméron oder die Reise von Eduard und Elisabeth“. So kann sich jeder selbst ein Bild machen von dem schillernden Lebemann Casanova. (StZ)



