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Verkehrsmuseum Dresden kauft einen MELKUS RS 1000

Dank Spenden und großzügiger Unterstützung: Ab jetzt nennt das Verkehrsmuseum Dresden einen MELKUS RS 1000 ihr eigen. „Mit dem MELKUS RS 1000 schließen wir eine Sammlungslücke, die uns lange geschmerzt hat“, erklärt Dr. Michael Vogt, Direktor des Verkehrsmuseums. „Er verkörpert die ambivalente Verbindung von technischem Pioniergeist und den systembedingten Grenzen der DDR-Mangelwirtschaft. So lassen sich mit dem MELKUS sowohl DDR-Automobil- und Rennsportgeschichte als auch Design- und Wirtschaftsgeschichte anschaulich vermitteln.“

Das Verkehrsmuseum hatte die einmalige Gelegenheit, mit der Nr. 31 ein Exemplar von der Familie Melkus zu erwerben, das weitgehend im Originalzustand erhalten ist. Ab Frühjahr 2027 ist der Rennwagen dauerhaft in der Dauerausstellung „Straßenverkehr“ zu besichtigen.

115.000 Euro hat der MELKUS gekostet. Möglich wurde der Kauf dank der Förderung durch die Kulturstiftung der Länder, der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, der Volker-Homann-Stiftung und des Fördervereins des Verkehrsmuseums. Dazu kamen Spenden durch die Kampagne auf 99Funken.de, gesammelt von der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Sie verdoppelte die ersten eingegangenen 5.000 Euro der Spendengelder.

„Als Ikone der DDR-Mobilitäts- und Alltagskultur erzählt er von den Hoffnungen, Sehnsüchten und technischen Ambitionen seiner Zeit. Mit dieser Erwerbung wird ein wichtiges und seltenes Zeugnis der ostdeutschen Zeitgeschichte auch für künftige Generationen im Museum erfahrbar gemacht“, wertet Dr. Christine Regus, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder.

„Der MELKUS RS 1000 ist ein Stück Dresdner Industrie-, Design- und Sportgeschichte“, sagt Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur, Wissenschaft und Tourismus und Aufsichtsratsvorsitzende des Museums. „Er steht exemplarisch für Innovationsgeist und Kreativität unter schwierigen Bedingungen. Dass dieses außergewöhnliche Fahrzeug nun dauerhaft Teil der Sammlung des Verkehrsmuseums ist, dafür danke ich der zahlreichen finanziellen Unterstützung von Stiftungen, Förderern sowie Spenderinnen und Spendern.“,

Die Entwicklung und der Bau des MELKUS RS 1000 waren das Ergebnis einer Arbeitsgemeinschaft bestehend u.a. aus den Werkstattmitarbeitern des Dresdner Rennfahrers Heinz Melkus, Ingenieuren der TU Dresden, Technikern aus dem Automobilwerk Eisenach und Designern der Kunsthochschule Berlin‑Weißensee. Mit entscheidend war die langjährige Rennsport-Erfahrung einschließlich der Kenntnisse in Bau und Konstruktion von Rennwagen von Heinz Melkus (1928 – 2005), der zugleich Eigentümer einer privaten Fahrschule war. Seine Fahrzeuge waren bereits in den 1950er Jahren im Rennsport erfolgreich. (StZ)

 

veröffentlicht am: 23. Juni 2026
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