Angefeuert von stimmgewaltigen „Deutschland!“-Sprechchören am Ufer starteten im bulgarischen Plovdiv am vergangenen Wochenende vier junge Ruderer im Finale gegen die Konkurrenz. Am Ende entschied ein Bugball über Gold. Mit dabei Philipp Prüfer vom USV TU Dresden, der mit dem deutschen Junioren-Doppelvierer U19-Weltmeister geworden ist.
Gemeinsam mit Jakob Gelsen (Frankfurt), Anori Benz (München) und Christopher Tom Wörden (Otterndorf) setzte sich der deutsche Doppelvierer in einem Herzschlagfinale gegen Polen und Dänemark durch. Nach 5:53,52 Minuten war die Ziellinie erreicht, der Einlauf äußerst knapp, informiert der Landesruderverband.
Aber: Der deutsche Bugball lag hauchdünn vor Polen. Gold für Deutschland, Silber für Polen, Bronze für Dänemark.
„Natürlich haben wir auf den letzten Metern noch mal die Familien und die Freunde gehört“, sagte Philipp Prüfer nach dem Rennen. „Die haben uns noch mal die letzten Zehntel gegeben, die wir dann den Bugball vor Polen schieben konnten.“ Die Rufe vom Ufer wurden zum zusätzlichen Schub, die deutsche Mannschaft zu einer Einheit aus Boot, Athleten, Trainern und Fans.
Aus sächsischer Sicht gab es in Plovdiv einen weiteren erfreulichen Auftritt: Selma Ritter vom Dresdner Ruder-Club war als Ersatzfrau Teil der deutschen U19-Nationalmannschaft. Im Rennen der Ersatzleute im Zweier ohne erreichte sie Rang zwei.
Der Landesruderverband Sachsen gratuliert Philipp Prüfer, seiner Weltmeister-Crew, Trainer Martin Ramm sowie allen beteiligten Heimatvereinen und Unterstützern herzlich. „Der Titel von Plovdiv steht für Talent, Trainingsfleiß und eine Mannschaft, die im entscheidenden Moment als Einheit über sich hinausgewachsen ist.“ (StZ)



