102 Millionen Investition für die Zukunft – Grundstein für Neubau des gelegt
Prohlis erhält ein neues Berufsschulzentrum für Elektrotechnik. Dafür wurde am 2. November der Grundstein gelegt. Ministerpräsident Michael Kretschmer, Oberbürgermeister Dirk Hilbert und der Geschäftsführer der Kommunalen Immobilien (KID) Axel Walther befüllten eine Hülse Tageszeitungen, Baupläne und Münzen. Anschließend wurde sie im Grundstein des Neubaus des Berufsschulzentrums für Elektrotechnik (BSZ ET) auf der Boxberger Straße 1 in Dresden-Prohlis versenkt.
Der Campus soll rund 2.250 Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Über 100 Lehrerinnen und Lehrer werden Fachkräfte in Mechatronik, Mikrotechnologie, Elektrotechnik und Informatik ausbilden. Sie werden an den Standorten der sächsischen Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie gebraucht. Neben der klassischen Ausbildung können Schülerinnen und Schüler am Beruflichen Gymnasium in drei Jahren die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) mit technischem Fokus ablegen. Ein sächsisches Erfolgsmodell ist die duale Ausbildung. In 4 bis 4,5 Jahren erwerben Auszubildende gleichzeitig das Abitur und einen vollwertigen Berufsabschluss. Am BSZ ET ist dies in den Richtungen Mechatronik, Fachinformatik und IT-Systemelektronik möglich.
Auf dem Standort entstehen ein barrierefreies Schulgebäude in Holzhybridbauweise, eine Vier-Feld-Sporthalle sowie Sport- und Freifläche. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil des Bauprojektes. So wird beispielsweise aufbereitetes Abbruchmaterial wieder vor Ort verwendet.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 102 Millionen Euro. Für die Finanzierung werden Fördermittel aus dem EFRE/JTF-Programm der Europäischen Union zur Verfügung gestellt. Es sind 77,5 Millionen Euro bewilligt.
Mit dem Berufsschulzentrum werde nicht nur die schulische Infrastruktur modernisiert, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert, sondern gezielt „auf den steigenden Fachkräftebedarf in der Region reagiert“. Das Berufsschulzentrum Elektrotechnik nehme eine zentrale Rolle bei der Ausbildung von Fachkräften im Bereich der Mikroelektronik ein. „Die Ansiedlungen im Dresdner Norden sind eine große Chance für unsere Stadt: Sie stärken den Wirtschaftsstandort und eröffnen neue Perspektiven. Damit diese Entwicklung gelingt, brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte – und müssen gemeinsam daran arbeiten, Talente für Dresden zu gewinnen und langfristig hier zu halten. Dieses Berufsschulzentrum ist dafür eine wichtige Basis.“
Das Berufsschulzentrum für Elektrotechnik lädt am 21. November von 9 bis 13 Uhr zu einem „Open Campus“ am jetzigen Standort, Strehlener Platz 2, ein. Es werden alle Bildungsgänge und Aufnahmevoraussetzungen direkt vor Ort vorgestellt. (StZ)



