Materialtechnische Untersuchungen liefern Klarheit über den Zustand des Bauwerks
Die Schwimmhalle in Klotzsche ist stark sanierungsbedürftig. Wie es um den Bauzustand genau steht, ist Gegenstand aktueller Untersuchungen. Dafür wird die Stahl-Bewehrung freigelegt und eine Probe aus der Beckenunterseite herausgebohrt. Die Stelle wurde vorab festgelegt – auf Grundlage eines Katasters für die historische Schwimmhalle. Mehrere Proben werden zur weiteren Analyse in die Labore der Bauhaus-Universität Weimar verschickt, insgesamt 11 Bohrkerne. Die entstandenen Löcher werden wieder fachgerecht verschlossen werden.
Die Arbeiten sind Teil des Auftrages an die MKP GmbH. Das Ingenieurbüro wurde deutschlandweit bekannt durch ihre Untersuchungen zur Ursache der eingestürzten Carolabrücke. Ein Vierer-Team nimmt das von der Schließung bedrohte Bad in Klotzsche genauestens unter die Lupe. Radar- und Ultraschallgeräte sollen Aufschluss über den Zustand liefern. Denn originale Bauunterlagen existieren für die gut 90 Jahre alte Schwimmhalle fast keine mehr. Aufgrund des Denkmalschutzstatus sind an den originalen Beckenfliesen keine Bohrungen erlaubt.
Die gegenwärtigen Untersuchungen über den Zustand des Beckenbodens und der -wände ergänzen das Gutachten, das die MKP GmbH bereits erstellt hatte. Bis Mitte August sollen die Ergebnisse vorliegen. Dann stellt sich die Frage, macht eine Sanierung noch Sinn oder muss die Halle geschlossen werden? (StZ)



