3. September, 18 Uhr: Lesung und Filmvorführung zum 100. Jubiläum des ersten abendfüllenden Trickfilms
Vor 100 Jahren im Mai feierte der Silhouettenfilm „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ seine Premiere in Berlin. Er ist der älteste noch erhaltene abendfüllende Trickfilm der Welt. Aus tausenden Einzelbildern, in der sogenannten Stop-Motion-Technik, hat ihn die damals 27-jährige Silhouettenkünstlerin Lotte Reiniger. Die dabei verwendeten Filmtricks waren für ihre Zeit bahnbrechend und beindrucken in ihrer Wirkung bis heute.
Anlässlich dieses Jubiläums veröffentlichte die Autorin, Regisseurin und Theaterwissenschaftlerin Rike Reiniger ein biografisches Werk über die Trickfilmpionierin. „24 Bilder pro Sekunde“ erzählt die Geschichte dieser außergewöhnlichen Frau. In Familienarchiven ist sie fündig geworden und hat völlig neue Seiten entdeckt. Am 3. September, 18 Uhr, wird sie dieses Buch in der Puppentheatersammlung Dresden im Kraftwerk Mitte vorstellen. Die Sammlung beherbergt einen kleinen Schatz: das Schattentheater von Elsbeth Schulz, einer Berliner Puppenspielerin, für das Lotte Reiniger direkt nach dem Zweiten Weltkrieg Figuren und Bühnenbilder anfertigte.
Moderiert wird die Lesung von Lars Rebehn, Oberkonservator der Puppentheatersammlung Dresden. Wer möchte, kann das Buch erwerben. Nach der Lesung wird der 65 Minuten lange Film „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ gezeigt. (StZ)
Eine Anmeldung wird empfohlen unter post@puppentheaterfreunde.de



