Schönste Kleingartenanlage gekürt – Engagement der Gartenfreunde belohnt
Der Kleingartenverein „Wilder Mann“ ist der Sieger im diesjährigen Wettbewerb um die „Schönste Kleingartenanlage Dresdens“. Der Vereinsvorsitzende Hendrik Fritzsche erhielt die Auszeichnung von Oberbürgermeister Dirk Hilbert zum Tag des Gartens am 13. Juni. Er würdigte das Engagement der Gärtnerinnen und Gärtner: „Unsere Kleingartenanlagen sind grüne Zukunftsorte mitten in Dresden. Sie kühlen unsere Stadt, schaffen Artenvielfalt und bringen Generationen zusammen. Der diesjährige Wettbewerb hat gezeigt, wie lebendig, vielfältig und zukunftsfähig das Dresdner Kleingartenwesen ist.“
Die Anlage besteht schon über 100 Jahren. In 68 Parzellen im Dresdner Norden grünt und blüht es auf dem einstigen Weinhang. Die Verbindung aus öffentlicher Zugänglichkeit, kleingärtnerischer Nutzung, Artenschutz und Gemeinschaft überzeugte die Jury besonders. Ihr hat auch der Naschweg für Kinder mit Beerenobst, ein Weinlehrpfad, ein öffentlich zugänglicher Gemeinschaftsgarten imponiert. Die Gaststätte ist ein beliebter Treffpunkt. Auch das Naturmonitoring, Beobachtungen von Wildbienen und die Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung zeigen, wie intensiv sich der Verein mit Artenschutz und Biodiversität auseinandersetzt. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro soll für den Bau neuer Nistkästen verwendet werden.
Gastgeber für die Auszeichnungsveranstaltung war der Kleingartenverein „Robinienhain“ e. V. am Hammerweg, der Vorjahressieger. Hier wurden auch weitere Wettbewerbsteilnehmer ausgezeichnet. Platz zwei ging an den KGV Geystraße in Prohlis. Der 1984 gegründete Verein mit 42 Parzellen versteht seine Anlage als „Oase inmitten der Stadt“. Hier gibt neben den gepflegten Gärten eine Festwiese, Ruhezone, Büchertauschbox, Gemeinschaftsflächen sowie einen starken ökologischen Anspruch.
Über den dritten Platz freute sich der Kleingartenverein „Blumenau“ e. V. in Blasewitz. Der 1919 gegründete Traditionsverein mit 93 Parzellen verbindet gewachsenes Vereinsleben mit naturnaher Entwicklung und Artenvielfalt. Blumenwiesen, Totholzecken, Sträucher, Wasserstellen, Fachberatung, gemeinschaftliche Kompostierung und zahlreiche Vereinsveranstaltungen zeigen, wie Tradition, Gemeinschaft und Zukunft miteinander verbunden werden.
Ein Sonderpreis ging an die Parzelle 44 der Kleingartenanlage „Sommerfrische“ e. V. in Pieschen-Nord/Trachenberge. Hier wachsen auf engem Raum zahlreiche Obstgehölze und Gemüsebeete in Mischkultur mit Blumen und Kräutern. Gartenfreundin Nicole Kramer ist langjährige Fachberaterin, Pflanzenschutzsachverständige und Wertermittlerin. Die Jury würdigte mit dem Sonderpreis die Verbindung aus produktivem Gärtnern, ökologischer Verantwortung und fachlicher Vorbildwirkung.
Insgesamt standen 2026 zehn Kleingartenanlagen im Finale. Neben den drei Erstplatzierten und dem Sonderpreis wurden die KGV Hellersiedlung „Nordhöhe“, „Lausa“, „Am Leubnitzer Hang“, „An der Windmühle“, „ARONIA“, „Immergrün“ und „Sommerfrische“ mit Teilnehmerurkunden gewürdigt. Nächster Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Stadtverband ist am 30. August der Kleingartenwandertag durch die Anlagen in Cotta. (StZ)



