Grundsteinlegung für neues Kraftwerk

Veröffentlicht am Donnerstag, 30. April 2020

Auf dem Gelände des Innovationskraftwerkes Reick entsteht eine moderne Kraft-Wärme-Kopplungsanlage, die Strom erzeugt und Wärme ins Fernheiznetz der Landeshauptstadt Dresden einspeist.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Projektleiter Thomas Doltze befüllen die Kartusche für die Grundsteinlegung. Foto: Trache

Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Projektleiter Thomas Doltze befüllen die Kartusche für die Grundsteinlegung.

Foto: Trache

Bei strahlend blauem Himmel und Sonnen­schein fand am 22. April 2020 die symbo­lische Grund­stein­legung für die neue Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK) auf dem Gelände des Innova­ti­ons­kraft­werkes Reick statt. Oberbür­ger­meister und Aufsichts­rats­vor­sit­zender Dirk Hilbert und DREWAG-Geschäfts­führer Dr. Frank Brinkmann versenkten zusammen mit DREWAG-Bereichs­leiter Dr. Rutger Kretschmer und Projekt­leiter Thomas Doltze die Kupfer­kar­tusche mit den aktuellen Tages­zei­tungen und Unter­neh­mens­ma­ga­zinen.

Dieses neue, hochfle­xible Kraftwerk ist dafür konzi­piert, minuten­genau Strom dann zu produ­zieren, wenn er am wertvollsten ist. Es soll einen Ausgleich zu den Erneu­er­baren Energien leisten und in den nächsten Jahrzehnten sichere und bezahlbare Energie liefern. Das Besondere an diesem Kraftwerk ist seine „Schwarz­start­fä­higkeit“. Das heißt, dass die Anlage bei großflä­chigen Strom­aus­fällen, sog. Blackouts, helfen soll, die Strom­ver­sorgung in Dresden wieder herzu­stellen. Das Kraftwerk erzeugt Strom mit einer Spitzen­leistung von 90 Megawatt und speist gleich­zeitig 84 Megawatt Wärme in das Zentrale Fernheiznetz der Landes­haupt­stadt ein.

Mit dem Bau wurde bereits im November 2019 begonnen, inzwi­schen stehen die Funda­mente für das neue Kraft­werks­ge­bäude. Der Hochbau ist ab Ende Mai geplant. Die Gebäu­de­hülle soll bis Oktober 2020 fertig sein, danach folgt der Innen­ausbau. Das rund 100 Meter lange Gebäude wird eine Dach- sowie eine Fassa­den­be­grünung erhalten.

Die Anlage wird seit längerer Zeit im finni­schen Vaasa gefertigt. Von dort wird die schwere Technik per Straßen­transport geliefert. Ein zuvor geplanter Transport über die Elbe wurde aufgrund des niedrigen Wasser­standes verworfen. Die DREWAG will ihr Kraftwerk Ende 2021 in Betrieb nehmen. Sie inves­tiert dafür 95 Millionen Euro.

Claudia Trache

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