»Welt der DDR« – Schaufenster des Sozialismus

Veröffentlicht am Mittwoch, 22. Februar 2017

Im Hochhaus am Albertplatz hat die Ausstellung »Welt der DDR« eröffnet. Auf 1.500 Quadratmetern werden über 60.000 Exponate gezeigt.

Initiator Peter Simmel mit dem Roten Telefon am Ohr: Am 29. Januar öffnete die „Welt der DDR“ ihre Türen für das Publikum. Demnächst soll es sogar einen Souvenirshop zum Thema geben. Foto: Möller

Initiator Peter Simmel mit dem Roten Telefon am Ohr: Am 29. Januar öffnete die „Welt der DDR“ ihre Türen für das Publikum. Demnächst soll es sogar einen Souvenirshop zum Thema geben.

Foto: Möller

Im Simmel-Center am Albert­platz gibt es alles, was das Herz des DDR-Bürgers erfreut hat oder erfreut hätte. Nichts Neues, möchte man meinen, aber gemeint ist nicht das vor einiger Zeit eröffnete Einkaufs­zentrum, sondern die »Welt der DDR«.

Auf über 1.500 Quadrat­meter Ausstel­lungs­fläche präsen­tiert die Schau mehr als 60.000 Exponate, die den Alltag im unter­ge­gan­genen Arbeiter- und Bauern­pa­radies so unver­gessen machen. Das Spektrum reicht von Ata und IMI über Kameras bis hin zur vollständig ausge­stat­teten Arztpraxis.

»Über 70 Leihgeber stellten für unsere Ausstellung ihre Ausstel­lungs­stücke zur Verfügung«, weiß Projekt­lei­terin Karin Reißig zu berichten. »Damit können wir die überwie­gende Mehrheit der Exponate des Vorgän­ger­mu­seums in Radebeul übernehmen, was uns natürlich sehr freut.«

An zahlreichen Stationen wird die feine Lebensart des Sozia­lismus á la DDR gezeigt. Es war nicht alles schlecht! Wenigstens nicht so schlecht, als dass es nicht per Versand­haus­ka­talog den Weg in westdeutsche Haushalte geschafft hätte. „Privileg“ sei Dank! Eine Schluss­fol­gerung könnte also durchaus lauten: Die DDR hat Produkte hervor­ge­bracht, die auch jenseits der Pionier­re­publik Akzeptanz fanden.

Peter Simmel will die Schau im ersten Stock seines Hauses ausdrücklich nicht als Museum verstanden wissen und verzichtet auch auf Wertungen. Vielmehr möchte er das Bewusstsein an jene 40 Jahre DDR unter Hammer und Sichel im Ähren­kranz wach halten. Keineswegs gehe es darum, Gefühle zu verletzen.

Steffen Möller

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Kontakt & weitere Infos

www.weltderddr.de