Witterungsbericht Dresden 2016

Veröffentlicht am Mittwoch, 25. Januar 2017

Zu warm, zu nass, aber immerhin sonnig – das ist das Ergebnis der klimatologischen Jahresbilanz für Dresden 2016. Statistisches zum Wetterjahr 2016...

Zu warm, zu nass, aber immerhin sonnig – das ist das Ergebnis der klima­to­lo­gi­schen Jahres­bilanz für Dresden 2016. Während das Deutsch­land­wetter insgesamt mit einem Plus von 1,4 Grad deutlich zu warm war, lag in Dresden die Jahres­durch­schnitts­tem­pe­ratur »nur« bei 1,2 Grad über dem Vergleichswert. Neben dem Saarland war Sachsen das einzige Bundesland, das 2016 mit einem Nieder­schlags­über­schuss beendete. An der Wetter­station Dresden Klotzsche regnete es knapp 10 Prozent mehr im Vergleich zum Mittelwert 1961–1990. Mit 1.698 Stunden schien aber auch die Sonne in Dresden immerhin 7 Prozent länger als üblich.

Dabei begann das Jahr 2016 eher trocken. Im Winter fielen 10 Prozent, im Frühling sogar 20 Prozent weniger Nieder­schlag. Dagegen regnete es im Sommer und im Herbst überdurch­schnittlich viel. Schwere Gewitter und extreme Nieder­schläge bescherten anderen Orten in Deutschland schwere Überflu­tungen. In Dresden wurde der viert nasseste Juni seit 1961 regis­triert. Nur 1969, 1995 und 2013 regnete es mehr. Auch der Juli verzeichnete ein Nieder­schlagsplus von 150 Prozent. Für Ausgleich sorgte eine Umstellung der Großwet­terlage Ende Juli. Im August fiel nur halb so viel Regen wie im langjäh­rigen Mittel. Den Ausgleich lieferte der Oktober, der mit  101 Milli­meter Regen als der dritt regen­reichste Oktober zu Ende ging (1981: 102 Milli­meter und 1974: 160 Milli­meter). Der letzte Monat des Jahres war wiederum zu trocken. Gerademal an einem Tag im Dezember wurde von der Station Dresden Klotzsche Nieder­schlag in Form von Schnee gemeldet.

Alle Jahres­zeiten fielen, wie in den vergan­genen Jahren, zu warm aus. Bis auf Oktober und November wurden auch für alle Monate höhere Lufttem­pe­ra­tur­mit­tel­werte gemessen als im Vergleichs­zeitraum 1961–1990. Wechsel­haftes und regen­reiches Wetter prägten den Sommer. So fiel es kaum auf, dass die Sommer­tem­pe­ratur den langjäh­rigen Vergleichswert sogar um 1,3 Grad übertraf. Richtig heiß und sommerlich wurde es aller­dings erst Ende August und ganz besonders im September: Die Monats­mit­tel­tem­pe­ratur überstieg um 3,4 Grad den Klima­re­fe­renzwert. Der Rekord von 1982 mit 15 Sommer­tagen wurde mit 14 Tagen nur knapp verfehlt. Gemeinsam mit 1982 zählt nun 2016 zu den dritt­wärmsten Septem­ber­mo­naten seit 1961. Nur 1999 und 2006 war es noch heißer. Nicht ganz so extrem wie 2015, aber mit einem Monats­mittel von 2,3 Grad Celsius (0,9 Grad Mittelwert 1961-1990) verab­schiedete der Dezember das Jahr 2016 wiederholt deutlich zu warm. Weitere Infor­ma­tionen zum Stadt­klima gibt es unter http://www.dresden.de/stadtklima.

Quelle: Landes­haupt­stadt Dresden

Steffen Dietrich

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