Dr. phil. Gerhard Schmidt – Wissenschaftlicher Archivar und Landeshistoriker

Grabstätten auf dem St.-Pauli-Friedhof

Veröffentlicht am Samstag, 23. Februar 2019

Zu den bedeutenden Dresdner Persönlichkeiten, die auf dem St.-Pauli-Friedhof ihre letzte Ruhe gefunden haben, zählt der Archivar und Landeshistoriker Dr. Gerhard Schmidt. Sein wissenschaftliches Werk umfasst fast 250 Veröffentlichungen.

Die Grabstätte von Dr. phil. Schmidt. Foto: Brendler

Die Grabstätte von Dr. phil. Schmidt.

Foto: Brendler

Auf dem etwa elf Hektar großen und zum 1. Januar 2016 »beschränkt geschlos­senen« Friedhof haben neben vielen anderen auch Persön­lich­keiten ihre letzte Ruhestätte gefunden, die in der Geschichte Dresdens und der des Landes Sachsen einen festen Platz einnehmen.

Dazu zählt auch der bis zu seinem Tode am 6. Juni 2001 in Dresden-Kaditz wohnende Archivar und Histo­riker Dr. phil. Gerhard Schmidt.

Am 16. Mai 1920 in Darmstadt geboren, besuchte er die 56. Volks­schule in Dresden-Trachau und von 1931 bis 1939 die Dreikö­nigs­schule in Dresden-Neustadt.

Das durch Kriegs­einsatz und Kriegs­ge­fan­gen­schaft unter­bro­chene Studium der Geschichte, Germa­nistik und der latei­ni­schen Sprache, welches er 1940 an der Leipziger Univer­sität aufge­nommen hatte, konnte 1946 fortge­setzt und 1950 erfolg­reich abgeschlossen werden.

Nach seiner Promotion zum Dr. phil. (1951) folgten Jahrzehnte frucht­baren Schaffens und Wirkens als wissen­schaft­licher Archivar und Landes­his­to­riker in Dresden und Berlin.

In fast 250 Veröf­fent­li­chungen ist sein wissen­schaft­liches Werk, das 1984 mit der Verleihung der Leibniz-Medaille der Akademie der Wissen­schaften entspre­chende Würdigung erfuhr, einer breiten Leser­schaft zugänglich.

Es umfasst vor allem Bereiche der sächsi­schen Landes­ge­schichte der Neuzeit, der sächsi­schen Verfas­sungs- und Verwal­tungs­ge­schichte des 19. und 20. Jahrhun­derts, der sächsi­schen Kirchen­ge­schichte sowie der Reichs­ge­schichte des 14. Jahrhun­derts.

Anmerkung: Im Jahre 1983 erschien die Broschüre »Der Stadt­bezirk Nord der Stadt Dresden. Geschichte seiner Stadt­teile«. In ihr sind die Ergeb­nisse der Nachfor­schungen zusam­men­ge­fasst, zu denen Dr. phil. Gerhard Schmidt bei seiner Beschäf­tigung mit dem Entstehen, Wachsen und Werden von Kaditz, Übigau, Trachau, Mickten, Trachen­berge, Pieschen und der Leipziger Vorstadt gelangte.

Klaus Brendler

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