StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt

Veröffentlicht am Freitag, 19. Oktober 2018

Das StoP -Projekt thematisiert Gewalt in der Partnerschaft und bietet Hilfe an. Im Jahr 2010 in Hamburg aus der Taufe gehoben, ist die Initiative seit 2017 auch in Dresden aktiv. Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind herzlich willkommen.

Mit Infoständen wie hier bei den Interkulturellen Tagen versucht StoP, auf das Thema Partnergewalt aufmerksam zu machen. Foto: Möller

Mit Infoständen wie hier bei den Interkulturellen Tagen versucht StoP, auf das Thema Partnergewalt aufmerksam zu machen.

Foto: Möller

Partner­schaft wird in erster Linie als eine Beziehung verstanden, in der Vertrauen, Sicherheit und Unter­stützung wichtige Werte sind. Deshalb ist Gewalt in der Partner­schaft für die Betrof­fenen, meist sind es Frauen, besonders drama­tisch.

Die Idee für das StoP-Projekt stammt von Prof. Dr. Sabine Stövesand, Profes­sorin an der Hochschule für Angewandte Wissen­schaften in Hamburg. Sie hatte lange Jahre in einem Frauen­schutzhaus und später in der Gemein­we­sen­arbeit St. Pauli gearbeitet. Dabei fiel ihr auf, dass bei Gewalt in der Partner­schaft viele Menschen im unmit­tel­baren Umfeld zwar etwas ahnten oder wussten, aber oft aus Unsicherheit oder weil sie meinten, es ginge sie nichts an, nichts unter­nahmen.

Häufig fällt es Betrof­fenen schwer, sich anderen zu offen­baren. Grund dafür sind falsch verstandene Scham, Angst etc. Dadurch dauert es oft viel länger, bis die betrof­fenen Personen Unter­stützung bekommen. Vor acht Jahren wurde das erste StoP-Projekt in Hamburg aus der Taufe gehoben. Seit Mitte 2017 ist StoP auch in Dresden aktiv. Derzeit gibt es eine erste Gruppe von Frauen, die sich regel­mäßig mit dem Thema beschäftigt und Ideen entwi­ckelt, wie man Gewalt in der Partner­schaft wirkungsvoll entge­gen­wirkt. Tätig­keits­schwer­punkt ist die Dresdner Neustadt.

Mit Infor­ma­ti­ons­ständen bei Stadt­teil­festen wie der BRN oder den Hoffloh­märkten, mit Veran­stal­tungen und Netzwerk­arbeit versucht das Projekt, auf das Thema aufmerksam zu machen und mit den Menschen aus dem Stadtteil ins Gespräch zu kommen. Neue Mitstrei­te­rinnen und Mitstreiter sind herzlich willkommen. Das StoP-Projekt lebt von der Inter­aktion aktiver Nachba­rinnen und Nachbarn des Stadt­teils und deren Ideen.

In der Neustadt sind mit dem Frauen- und Mädchen­ge­sund­heits­zentrum MEDEA e. V., der Treber­hilfe Dresden e.V., dem Abenteu­er­spiel­platz Panama und dem Männer­netzwerk Dresden e. V. vier Stadt­teil­ein­rich­tungen an dem Projekt beteiligt.

Steffen Möller

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Kontakt & weitere Infos

Informationen zum StoP-Projekt und zu den aktuellen Terminen finden sich auf der Homepage
www.stop-partnergewalt.org/neustadt

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