30.000 Euro für die Kinderkrebs-Forschung

Veröffentlicht am Mittwoch, 9. Juni 2021

Die Frauenpower von Ursula Herrmann und Cornelia Bohn machte es möglich: Sie sammelten Spenden für ein Forschungsprojekt der Kinderonkologie am Universitätsklinikum. Damit kann eine wichtige Krebsstudie fortgeführt werden.

Ursula Herrmann (l.) und Cornelia Bohn übergeben die Spende an Prof. Julia Hauer, Leiterin der Kinderonkologie (Mitte).

Foto: Mutschke

Seit Jahren organi­siert der Verein Sonnen­strahl eine Foodraising-Party und wirbt dabei Spenden für ein Forschungs­projekt an der Uniklinik zum Thema Krebs im Kindes­alter ein. Doch die Veran­staltung fiel pande­mie­be­dingt Anfang des Jahres aus. Keine Party, keine Spenden? Damit wollten sich Ursula Herrmann und Cornelia Bohn nicht abfinden. Sie engagieren sich als Botschaf­terin bzw. im Kuratorium des Sonnen­strahl e. V. für krebs­kranke Kinder und Jugend­liche. Deshalb schrieben sie in diesem Jahr die Gäste der Vorjahre an und baten sie um Spenden für die Forschung und für das Geschwis­ter­projekt des Vereins.

Mit Erfolg! Insgesamt kamen 30.000 Euro zusammen. Die Spende wurde am 18. Mai an Prof. Julia Hauer übergeben, die Leiterin der Kinderon­ko­logie am Univer­si­täts­kli­nikum. Sie betreut mit ihrem Team auch das Forschungs­projekt, die so genannte TRIO-Studie. Diese beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit Krebs im Kindes­alter auf geneti­schen Verän­de­rungen beruhen kann. Dabei wird auf Wunsch die ganze Familie auf genetische Faktoren unter­sucht mit dem Ziel, vorbeu­gende Maßnahmen zum Beispiel gegen eine mögliche Erkrankung von Geschwistern zu entwi­ckeln. Die Erkennt­nisse sind auch wichtig für die Therapie der kleinen Patienten, um Neben­wir­kungen zu reduzieren und für künftige Vorsorge-Empfeh­lungen.

Dank der Gelder aus der Foodraising-Party 2020 konnte die TRIO-Studie mit mehr als 100 Familien durch­ge­führt werden. Mit dem aktuellen Spenden­erlös soll die Studie erweitert werden. Dabei geht es um die Frage, wie sich gesunde Körper­zellen unter dem Einfluss von Chemo­the­rapie verhalten. Davon verspricht sich das Forschungsteam mehr Erkennt­nisse zum Thema Neben­wir­kungen bei Kindern.

Pro Jahr werden am Univer­si­täts­kli­nikum rund 70 Kinder mit Neuerkran­kungen von Krebs betreut. Für die Unter­su­chung einer Familie auf den geneti­schen Finger­ab­druck werden ca. 1.000 Euro benötigt.

Dirk Rostig

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