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Armut, Glück und Schönheit

Kunstausstellung zeigt Portraits indischer Müllsammlerinnen

Veröffentlicht am Mittwoch, 13. Juni 2018

Im Bürgerbüro der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Stange ist eine neue Kunstausstellung eröffnet worden, die sich indischen Müllsammlerinnen widmet. Sie ist bis zum 1. November 2018 dort zu bestaunen.

Zur Eröffnung der Ausstellung überreichte Dr. Eva-Maria Stange (im Bild links) an Künstlerin Patrizia Casagranda Blumen. Foto: BB Stange

Zur Eröffnung der Ausstellung überreichte Dr. Eva-Maria Stange (im Bild links) an Künstlerin Patrizia Casagranda Blumen.

Foto: BB Stange

Löbtau. »Hier und jetzt« nennt die Malerin Patrizia Casagranda ihre Portraitreihe von indischen Müllsamm­le­rinnen, die sie bis 1. November 2018 im Bürgerbüro der Landtags­ab­ge­ord­neten Dr. Eva-Maria Stange auf der Rudolf-Renner-Straße 51 ausstellt.

Jeden Morgen ziehen sie in Scharen los. Sie leben von dem Müll, den sie in der Großstadt finden: die Müllsamm­le­rinnen von Udaipur, einer Großstadt im Norden Indiens. Die Künst­lerin Patrizia Casagranda lebte einige Zeit mit ihnen und setzte ihre menschlich tief bewegenden Eindrücke um. Entstanden sind Kunst­werke zwischen Malerei und Skulptur, in die viele genau der Materialien einflossen, die die Frauen selber täglich sammeln: Stoffe, Pappen oder Gips. Sie formen eine lebendige Leinwand: Griffig, vielschichtig und voller Brüche – wie das Leben der Frauen, die ihre Mitmen­schen schlicht nur »Unberührbare« nennen und kaum eines Blickes würdigen.

In den Portraits spiegelt sich wider, was die Künst­lerin selber vor Ort erlebte: Ein Leben am Rande der Gesell­schaft, zwischen dem täglichen Überleben oder der Katastrophe. Und doch ist da auch immer mehr. Charak­ter­liche Stärke im Angesicht aller Heraus­for­de­rungen und Härten zum Beispiel. Oder die solida­rische Gemein­schaft zum gegen­sei­tigen Schutz in der völligen recht­lichen und finan­zi­ellen Unsicherheit. Und doch berührt am Ende vor allem eines: Der ebenso unglaub­liche, wie unbändig positive Blick auf die Zukunft und das Leben selbst, den die Frauen gemeinsam teilen. »Mit immer wieder wechselnden Kunst­aus­stel­lungen in meinem Bürgerbüro möchte ich kultu­relle Angebote in Dresden auch außerhalb der Innen­stadt unter­stützen, insbe­sondere hier, in meiner Heimat im Dresdner Westen. Kultur ist wichtig, denn sie ist eine unver­fäng­liche Brücke zwischen Menschen, die uns verbindet und unseren Blick auch immer wieder für Neues öffnet«, erklärt Dr. Eva-Maria Stange ihr Engagement für mehr kultu­relle Akzente in Löbtau.

Die Ausstellung ist regel­mäßig wochentags 9–17 Uhr, im Bürgerbüro auf der Rudolf-Renner-Straße 51 zu besich­tigen. Mittwochs ist Ruhetag.

fw/Steffen Dietrich

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