Mit Stadtbezirksbeiräten im Gespräch

Veröffentlicht am Donnerstag, 19. März 2020

Anfang März trafen sich Prohliser Stadtbezirksbeiräte mit Anwohnern. Dabei informierten sie über ihre Arbeit und standen den Gästen Rede und Antwort.

Stadtbezirksamtsleiter Jörg Lämmerhirt (l.) und mehrere Stadtbezirksbeiräte standen bei den „Prohliser Gesprächen“ Anfang März Rede und Antwort. Foto: Trache

Stadtbezirksamtsleiter Jörg Lämmerhirt (l.) und mehrere Stadtbezirksbeiräte standen bei den „Prohliser Gesprächen“ Anfang März Rede und Antwort.

Foto: Foto: Trache

Anfang März fanden im Rahmen des Projekts „Zu Hause in Prohlis“ erstmals die „Prohliser Gespräche“ statt. Andreas Nattermann vom Socie­ta­ets­theater Dresden und Katrin Lindner vom Quartiers­ma­nagement Prohlis luden die Bürger, Akteure des Stadt­teils und die Stadt­be­zirks­beiräte in den Palitzsch­hof ein. Von den 19 Prohliser Stadt­be­zirks­bei­räten folgten Eva Apfelbaum (Die Linken), Mario Schmidt (CDU), Heike Löffler, Julia Günther (beide Die Grünen) sowie Dr. Samia Härtling und Dorothée Marth (beide SPD) der Einladung. Unter dem Motto „besser mitein­ander als überein­ander reden“, moderiert von Andreas Nattermann, kamen die Bürger mit den Beiräten ins Gespräch. Zunächst wurde geklärt, was das Neue am Stadt­be­zirks­beirat ist. „Die Beiräte wurden 2019 erstmals direkt von den Bürgern gewählt“, erläu­terte Mario Schmidt. „Dem Stadt­be­zirks­beirat steht nun ein eigenes Budget zur Verfügung, zehn Euro pro Einwohner, für Prohlis also 580.000 Euro pro Jahr.“ Damit kann der Stadt­be­zirks­beirat eigene Priori­täten für den Stadt­bezirk setzen, zum Beispiel Verbes­serung von Fußwegen oder die Unter­stützung von Vereinen und Initia­tiven. Sowohl Vereine als auch Einzel­per­sonen können Förder­an­träge stellen. Wer Anträge stellen möchte und dabei Rat und Unter­stützung braucht, kann sich direkt an das Stadt­be­zirksamt wenden. „Wir möchten Bürger­an­liegen unter­stützen, Partner der Bürger sein und gemeinsam den Stadtteil gestalten“, so Heike Löffler zum Selbst­ver­ständnis des Beirates. Dafür sind sie auf Hinweise der Prohliser angewiesen. Die Anwesenden sprachen vor allem die Themen Sauberkeit und fehlende Mülltonnen an, ebenso die Verkehrs­si­cherheit am Jakob-Winter-Platz. Auch die Frage, ob die Stadt­be­zirks­beiräte bereit seien, sich für eine Gemein­schafts­schule in Prohlis einzu­setzen, wurde gestellt, insbe­sondere vor dem Hinter­grund des aktuellen Bildungs­be­richts, der einige Defizite der Prohliser Schüler im Vergleich zum Stadt­gebiet aufzeigt. Manche Erwar­tungs­hal­tungen der Bürger mussten etwas gebremst werden, was die ehren­amtlich tätigen Beiräte bewirken können. Sie können Prüfan­träge bei der Verwaltung einreichen und damit auf Probleme und Missstände im Stadt­bezirk aufmerksam machen. Aber auch sie sind an Richt­linien gebunden und müssen Stadt­rats­ent­schei­dungen akzep­tieren. Für 2019 ziehen sie dennoch ein positives Fazit. Das gesamte Budget wurde für Projekte im Stadt­bezirk umgesetzt, was nicht in allen Stadt­be­zirken gelang.

Einmal im Monat treffen sich die Beiräte zu einer öffent­lichen Sitzung, an der alle Einwohner als Gäste teilnehmen können. Die nächste Beratung findet am 30. März, 17 Uhr, im Bürgersaal des Stadt­be­zirks­amtes Prohlis, Prohliser Allee 10, statt. Viele Beiräte bieten zudem regel­mäßig Bürger­sprech­stunden an.

Eine Fortsetzung der „Prohliser Gespräche“ einmal pro Halbjahr wurde von allen Betei­ligten begrüßt.

Claudia Trache

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