Training für den »Tanz der Cowboys«

Neue Tanzsportgruppe für Linedance beim TC Saxonia

Veröffentlicht am Mittwoch, 4. Dezember 2019

Eine Line Dance Gruppe sorgt für neue sportliche Höhepunkte im Dresdner Westen. Line Dance hat seine Wurzeln im Wilden Westen. Wer mitmachen will, ist gern zum Ausprobieren gesehen.

Beim Training der Linedance-Gruppe beim TC Saxonia. Foto: Claudia Trache

Beim Training der Linedance-Gruppe beim TC Saxonia.

Foto: Claudia Trache

Im November rief der Tanzclub Saxonia Dresden eine neue Abteilung ins Leben. Neben Standard- und Latein­ame­ri­ka­ni­schem Tanz, Rollstuhltanz und Stepp­dance können Tanzbe­geis­terte ab sofort jeden Dienstag von 20 bis 21 Uhr in den Vereins­räumen an der Clara-Zetkin-Straße 31 auch Line Dance trainieren. Tom Wittig, lizen­zierter Line-Dance-Trainer für Breiten­sport, bringt den Anfängern und Fortge­schrit­tenen die entspre­chenden Schritte bei und übt mit ihnen verschiedene Choreo­grafien ein. Er selbst ist durch seine Mutter vor acht Jahren zum Line Dance gekommen. Seit sieben Jahren unter­richtet er. Er sei ein Bewegungs­le­g­asthe­niker, sagt er von sich selbst. »Aber Line Dance funktio­niert prima«, so der 22-Jährige. »Dieser Tanzsport ist für jedes Alter geeignet. Es ist eine gesunde und gelenk­scho­nende Art sich zu bewegen.« Line Dance hat seine Ursprünge in Amerika im Country- und Western­be­reich. Getanzt wird in Linie oder Reihe, inzwi­schen nach jeder Musik. Ein weiterer Vorteil ist, dass man dazu keinen Tanzpartner braucht. Ein Grund, wa­rum die eine oder andere Teilneh­merin dienstags mittanzt. Weiterer Zuwachs ist willkommen, egal, ob Anfänger oder Fortge­schrittene. Aber auch über mehr Männer würde sich die Gruppe freuen. »Früher war es ein Tanz der Cowboys. Heute betreiben vor allem Frauen diesen Tanz«, erzählt Tom Wittig. Ein bisschen Taktgefühl sollten die Teilnehmer haben. Das Einüben der Choreo­grafien erfordert auch eine gewisse Gedächt­nis­leistung. »Ich habe auch eine Teilneh­merin, die ganz bewusst Line Dance nutzt, um ihr Gedächtnis zu trainieren«, erzählt Tom Wittig von seinen Trainer­er­fah­rungen. Line Dance kann man in Sport­sachen oder bequemer Kleidung, mit Sport­schuhen oder auch in Socken prakti­zieren. »Wir freuen uns sehr, mit Tom Wittig in Kontakt gekommen zu sein«, so Ingo Reiß, Beitragswart beim TC Saxonia Dresden. »Das Interesse am Turniertanz ist seit einigen Jahren deutsch­landweit rückläufig. Wir sind sowohl ein Leistungs- als auch Breiten­sport­verein und möchten mit diesem Angebot noch mehr Menschen eine Möglichkeit bieten, sich in Gemein­schaft mit anderen freud­betont zu bewegen.«

Auch Zumba und Rehasport wird beim TC Saxonia angeboten und hat starken Zulauf.

Der Verein wurde 1990 gegründet. Damals stand der Turniertanz noch mehr im Mittel­punkt. Auch Gründungs­mit­glied Ingo Reiß hat 20 Jahre Turniertanz als Leistungs­sport betrieben, die letzten sieben Jahre beim TC Saxonia Dresden. Heute engagiert er sich im organi­sa­to­ri­schen Bereich und ist auch bei der Vorbe­reitung und Durch­führung des tradi­tio­nellen Advents­tur­niers aktiv, das Ende November bereits zum 25. Mal statt­ge­funden hat. Insgesamt 23 Tanzpaare, darunter drei aus Tsche­chien, stellten sich den Wertungs­richtern.

Weitere Infor­ma­tionen erhalten Sie auf www.tc-saxonia.de

Claudia Trache

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