Erlwein-Gymnasium in neuer Pracht

Ab dem kommenden Schuljahr 2014/15 wieder Unterricht im alten Blasewitzer Schulgebäude

Veröffentlicht am Montag, 17. März 2014

Die Bauphase am Dresdner Erlwein-Gymnasium neigt sich dem Ende entgegen. Mit Beginn des neuen Schuljahres im August wird in dem altehrwürdigen Schulgebäude wieder Unterricht stattfinden. Gleichzeitig wird auch die neugebaute Deifelder-Sporthalle fertig sein. Vor fast genau 100 Jahren wurde das Gebäude eingeweiht.

Das 100 Jahre alte Gymnasium wird modernisiert. Foto: Trache

Das 100 Jahre alte Gymnasium wird modernisiert.

Foto: Trache

Noch zieren Bauge­rüste das Erlwein-Gymnasium auf der Junghans­straße, geben sich Handwerker die Klinke in die Hand. Doch die dreijährige Bauzeit neigt sich dem Ende entgegen. Putz- und Maler­ar­beiten werden noch bis Ende April andauern, ebenso die Arbeiten der Boden- und Fliesen­leger sowie der Elektro­in­stal­la­teure. Mit Beginn des neuen Schul­jahres im August dieses Jahres nehmen Schüler und Lehrer wieder Besitz von ihrem altehr­wür­digen Schul­ge­bäude. Gleich­zeitig wird  auch die neuge­baute Dreifelder-Turnhalle fertig­ge­stellt sein.

Das im April 1914 seiner Bestimmung übergebene Gebäude ist eines von mehreren Schul­neu­bauten, die der damalige Dresdner Stadt­baurat Hans Erlwein schuf. Damals war im linken Gebäu­de­flügel die Mädchen­schule, im rechten Flügel die Knaben­schule unter­ge­bracht. Nach einer Rekon­struktion in  den 80er Jahren wurde die ehemalige Knaben­turn­halle zur Mensa umfunk­tio­niert. Die aktuelle Sanierung erfolgt in Anlehnung an ursprüng­liche Details. So wurde die Putzfassade im Erlwein­schen Stil erhalten.  »Als Farbgebung wird in den histo­ri­schen Quellen ›grün‹ genannt, was auch durch die restau­ra­to­ri­schen Unter­su­chungen belegt ist«, so Stadt­sprecher Karl Schuricht. »Ebenfalls belegt und keines­falls ›dresden­ty­pisch‹ ist Erlweins generelle Bevor­zugung von Kupfer statt verzinktem Blech. Der dunkelrote Farbton der Innen­türen ist belegt und restau­ra­to­risch bestätigt, ebenso die Decken- und Wandfarb­fassung in Weiß.«  Erneuert wird ebenso ein von Erlwein geschaf­fener Pavillon. Erstmals erhält die Schule eine Aula, zuvor war das hier eine Turnhalle. Eine Beson­derheit darin ist die Decken­struktur. Optisch einer Kasset­ten­decke ähnlich, besteht sie aus quadra­ti­schen glatt verputzten Decken­feldern zwischen den hohen Stahl­be­tonquer- und weniger hoch dimen­sio­nierten Längs­trägern. Die darauf befind­liche  schablo­nierte Bemalung wurde frei gelegt und wird retuschiert.

Während die Bauleute das histo­rische Kleinod aufpo­lieren, bereiten Schüler und Lehrer eine Festwoche vor. Vom 10. bis 14. September wird das 100-jährige Bestehen der Schule gefeiert.  »Nach der Festver­an­staltung sowie zwei Themen­tagen für die Schüler werden wir in der zweiten Wochen­hälfte unser Schul­ju­biläum mit der ganzen Schul­ge­mein­schaft, ehema­ligen Schülern und Kollegen der Schule sowie Anwohnern und Inter­es­sierten begehen«, so Schul­leiter Matthias Böhme. Am »Tag des offenen Denkmals«, 14. September 2014, lädt das Erlwein-Gymnasium zu einer Besich­tigung ein. Im Frühjahr 2015 steht ein weiteres Jubiläum an. Dann jährt sich zum 150. Mal  die Schul­gründung in Gruna.

Claudia Trache

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