Hurling-Europameisterschaft im Ostra-Park

EM des schnellsten Rasensports der Welt

Veröffentlicht am Samstag, 23. September 2017

Hurling, der schnellste Rasensport der Welt, ist in Dresden heimisch geworden. Nun steht sogar die Europameisterschaft auf dem Programm.

Konrad Menzel brachte den irischen Nationalsport nach Dresden. Foto: Claudia Trache

Konrad Menzel brachte den irischen Nationalsport nach Dresden.

Foto: Claudia Trache

Fried­rich­stadt. Rasant geht es zu auf dem Rugbyfeld, dass auch für den irischen Natio­nal­sport Hurling genutzt wird. Mit Holzschlägern passen sich nach irischen Regeln 15 Feldspieler, bei der Festland­tur­nier­va­riante neun Feldspieler pro Team, einen baseball­ähn­lichen Ball zu mit dem Ziel, diesen über die Querstange des Rugbytores zu spielen oder in das Tor zu befördern. Die Spieler tragen einen Schutzhelm. Hurling ist nicht nur der schnellste Rasen­sport der Welt, sondern auch sehr körper­betont. Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, sollte am 30. September von 9 bis 18 Uhr in den Sportpark Ostra kommen. Auf dem Rugbyfeld und den angren­zenden Feldern wird das letzte der fünf Turniere der diesjäh­rigen Festland-Europa­meis­ter­schaften ausge­tragen. Außerdem spielen die Frauen ihre Meister­schaft im sogenannten Camogie aus, die weibliche Version des Hurling.

Bereits im vergan­genen Jahr erhielten die Dresdner den Zuschlag für das letzte Turnier. »In Dresden haben wir die besten Bedin­gungen, können auf drei Feldern gleich­zeitig spielen«, erklärt der Dresdner Team-Kapitän Konrad Menzel. Rund zwölf Mannschaften unter anderem aus Belgien, Luxemburg und den Nieder­landen werden in Dresden antreten. Der erste Hurling-Verein in Deutschland wurde 2012 in Dresden gegründet. Den Iren Diarmuid Kelly führte die Liebe und die Arbeit nach Dresden. Doch auf seinen geliebten Sport wollte er auch in seiner Wahlheimat nicht verzichten. So suchte er sich Gleich­ge­sinnte, zunächst irische Lands­leute, um Hurling in Dresden zu spielen. Konrad Menzel war der erste Deutsche, der sich diesem Sport verschrieb. »In einem Irish Pub entdeckte ich eines Tages einen Zettel mit dem Hinweis, dass Inter­es­senten für Hurling gesucht werden«, erzählt der einstige Fußballer. Anfangs spielten sie in den verschie­denen Parks der Stadt. 2013 schlossen sie sich dem Rugby- und Cricketclub Dresden an und trainieren seitdem im Sportpark Ostra (mittwochs Athle­tik­training, freitags Hurling­training). Inzwi­schen gibt es in Deutschland auch in Hamburg, Darmstadt und Berlin Hurling­teams. Im europäi­schen Vergleich haben die Dresdner noch keine großen Chancen. Ihr Ziel, bestes deutsches Team, werden sie in diesem Jahr verfehlen. Dennoch sind sie mit Enthu­si­asmus dabei und freuen sich über weitere Mitstreiter ab 18 Jahre. Die Spiel­aus­rüstung (Schläger und Helm) wird zunächst gestellt, sollte aber später gekauft werden, wenn man länger dabei bleiben möchte.

Am 30. September 2017 können alle Inter­es­sierte den Sport live erleben und sich faszi­nieren lassen. Der Eintritt ist frei. Irische Musik sorgt für eine mitrei­ßende Stimmung.

Claudia Trache

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